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11,4 Milliarden Euro Überschuss Trotz Dieselskandal: VW stellt Rekordgewinn vor

Weltweit sind VW-Autos so gefragt wie nie - trotz Dieselskandal und Affentests. Die Negativ-Schlagzeilen haben sich scheinbar nicht auf die Jahresbilanz ausgewirkt. Das operative Ergebnis kletterte auf ein Rekordniveau von 13,8 Milliarden Euro.

Von: Claudia Heider

Stand: 13.03.2018

13.03.2018, Berlin: VW-Kommunikationschef Hans-Gerd Bode (l-r), VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller und VW-Finanzvorstand Frank Witter nehmen an der Jahrespressekonferenz des Automobilkonzerns teil, bei der der Geschäftsbericht für 2017 vorgestellt wird. Foto: Jörg Carstensen/dpa  | Bild: dpa-Bildfunk/Jörg Carstensen

Die Stammmarke des weltgrößten Autokonzerns VW hat 2017 ihren Milliardengewinn deutlich steigern können. Allerdings blieben auch die Ausgaben für die Bewältigung der Dieselkrise hoch - wie in der gesamten VW-Gruppe. Die Wolfsburger hoffen, dennoch ihre geplanten Investitionen in die E-Mobilität stemmen zu können.

Sonderkosten für Dieselaffäre

Wegen der guten Zahlen strichen die Vorstände mehr Geld ein als im Jahr zuvor. Der Kernbereich VW Pkw verdiente im laufenden Geschäft – bereinigt um Sonderkosten für die Dieselaffäre – rund 3,3 Milliarden Euro, 1,4 Milliarden Euro mehr als 2016. Dies teilte das Unternehmen bei der Jahresbilanz in Berlin mit.

"Wir gehen davon aus, dass wir unsere Auslieferungen weiter moderat steigern werden. Ob dieser erneute Rekord dann reichen wird, wieder die globale Nummer eins bei Stückzahlen zu sein, das ist mir übrigens herzlich egal." VW-Vorstandschef Matthias Müller

Der Umsatz der Marke VW lag bei 80 Milliarden Euro, ein Minus von 24,3 Prozent. Jedoch ist dies nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar, weil VW mehrere Importgesellschaften nicht mehr zur Marke zählt.

"Es war das Jahr, in dem wir wieder in die Offensive gegangen sind." VW-Vorstandschef Matthias Müller über 2017

50 Million Euro für Vorstände

Er sei "mehr als zufrieden", so Müller. Die Mitglieder des Konzernvorstands kassieren insgesamt rund 50,3 Millionen Euro. Für 2016 hatte das Top-Management etwa 39,5 Millionen Euro erhalten. Spitzenverdiener ist Müller mit mehr als 10,1 Millionen Euro.


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