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Wohnen im Großraum München Trend zu hohen Immobilienpreisen bleibt ungebrochen

Der Planungsverband München belegt mit seinen neuesten Zahlen, dass der Wohnraum in der Region um München weiterhin teurer wird. Und es gibt mittelfristig keine Entwarnung.

Stand: 27.06.2018

Stadtansicht von München. | Bild: BR/Brigitte Heming

So stieg der Preis für Wohnungen im Landkreis Ebersberg im Vergleich zum Jahr 2006 um 135 Prozent an. Der Quadratmeterpreis liegt hier nun durchschnittlich bei 5.042 Euro. Das verfügbare Einkommen wuchs im Raum Ebersberg aber seit 2006 nur um 16 Prozent. Geringer fiel der Preisanstieg bei Wohnungen im Landkreis Landsberg aus. Hier kostet der Quadratmeter "nur" 3.600 Euro.

Keine Besserung des Wohnungsmarkts in Sicht

Der Verband geht nicht davon aus, dass sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt mittelfristig verbessern wird. Nach wie vor wächst die Zahl der Arbeitsplätze schneller als die der Einwohner. Hinzu kommt die geringe Zahl an neugebauten Wohnungen. Im Zeitraum 2006 bis 2016 wurden nur 11.500 Wohnungen gebaut. Um die große Nachfrage aber befriedigen zu können, hätten jedoch mindestens 13 Prozent mehr Wohnungen gebaut werden müssen, so der Planungsverband.

Öffentlicher Nahverkehr soll ausgebaut werden

Die Folge: Arbeitnehmer pendeln aus immer weiter entfernten Landkreisen in den Münchner Raum. Der Planungsverband spricht sich deswegen noch einmal für einen wirksamen und zügigen Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs aus.

Der Planungsverband München ist ein Zusammenschluss von acht oberbayerischen Landkreisen sowie 150 Städten und Gemeinden im Raum Oberbayern und berät diese in Fragen der räumlichen Entwicklung.


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steamtrain, Donnerstag, 28.Juni, 01:53 Uhr

2. Es begann 1972...

...mit der Olympiade. Da wurden Wohnungen zu Horrorpreisen vermietet und die Gäste zahlten. Da begann auch die "Invasion" der "Preußen", Bayern are so wonderful. Auch sie zahlten Preise die von Einheimischen nie zu erzielen gewesen wären, Schließlich dann Firmen wie Siemens oder MBB die für ihre Ingenieure Häuser anmieteten wobei sie von sich aus den geforderten Mietpreis verdoppelten um ganz sicher an Wohnraum zu kommen. Ganz klar, daß niemand von sich aus nun weniger verlangen würde, man wußte, die geforderten Preise werden gezahlt und vielleicht konnte man ja auch noch etwas mehr heraus schlagen. Nun sind auch noch die ganzen "Heuschrecken " hinzugekommen die möglichst hohe Gewinne aus ihren Immobilien ziehen wollen/müssen. Und letztlich noch die unsäglichen Vorschriften der EU von wegen Energiesanierung udglm. die die bisherigen MeIten/Baukosten in utopische Höhen treiben und wer nun neu baut will selbstverständlich in diesem Rahmen Kasse machen.

Ernie U., Mittwoch, 27.Juni, 11:45 Uhr

1. Immobilien/Mieten

Als Altmünchnerin frage ich mich langsam, WER an dieser Irrsinnsschraube dreht. Es kann ja nicht aus dem Nichts kommen. Fängt einer an und bekommt seine Forderung und alle anderen ziehen aus Habgier nach? Oder wer diktiert? Denn von nichts kommt nichts. Das Spekulantentum kennt langsam keine Grenzen mehr. Und es interessiert nicht, dass immer mehr Menschen den Boden unter den Füssen verlieren. Auch ist es keinh Geheimnis, dass immer mehr fragwürdige Existenzen Wohnraum erwerben bei denen der Preis, warum auch immer, keine Rolle spielt. Und die Wohnungsbau-Gesellschaften stellen keine Fragen, hauptsache die Kohle stimmt, so ist mein Eindruck. Auch zahlen die Gemeinden für angemietete Migrantenwohnungen äusserst üppig an die betreffenden Vermieter. Die Existenzangst Alteingesessener ist auf dem Vormarsch.

  • Antwort von Paul, Mittwoch, 27.Juni, 20:48 Uhr

    Immobilien eignen sich hervorragend für Geldwäsche!! Es ist bekannt, auch an betreffenden Stellen, aber getan wird nichts. Die Zeche zahlt der kleine Bürger.