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Die Helden von Mae Sai Thailand will Ort der Höhlen-Rettung zu Touristenattraktion machen

Die Rettungsaktion der in einer Höhle in Thailand gefangenen Jungen war eine echte Heldengeschichte. Jetzt soll ein Museum an den Einsatz der Retter erinnern. Auch ein US-Filmproduzent hat Interesse am Höhlen-Drama bekundet, dass die Welt so lange in Atem hielt.

Stand: 12.07.2018

HANDOUT - 07.07.2018, Thailand, Chiang Rai, Mae Sai: Das undatierte von der Royal Thai Navy zur Verfüng gestellte Foto zeigt thailändische Soldaten die mit Hilfe von Schläuchen Wasser aus einer Höhle saugen, in der seit dem 23. Juni zwölf Jugendliche und ihr Trainer eingeschlossen sind. Britische Taucher hatten die Gruppe am Montagabend entdeckt, noch seien die Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr 25-jähriger Betreuer jedoch nicht ausreichend geübt im Tauchen, um den strapaziösen Weg aus der dunklen, kilometerlangen Höhle ins Freie zu wagen. (Zu dpa «Höhlendrama in Thailand wird zum Wettlauf gegen die Zeit» vom 07.07.2018) Foto: Uncredited/Royal Thai Navy/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Uncredited

Thailand will den Ort der spektakulären Höhlen-Rettung zur Touristenattraktion machen. Die Kommandozentrale der Rettungsteams an der Höhle werde "ein weiteres Highlight in Thailand werden", sagte Einsatzleiter Narongsak Osottanakorn am Donnerstag.

Kleidung und Ausrüstung der Retter im Museum

"Touristen werden zu Besuch kommen." Es solle ein Museum eingerichtet werden, das die Kleidung und die Ausrüstung der Retter zeige. In der Höhle hatten eine Jugendfußballmannschaft und ihr Trainer 18 Tage festgesessen. Das Museum dürfte den Helden-Kult befördern, der sich in Thailand um die Retter entwickelt.

US-Filmproduzent interessiert das Höhlen-Drama

Die "Bangkok Post" veröffentlichte am Donnerstag Porträts der Rettungshelfer unter der Überschrift: "Ihr seid Helden." Die Zeitung "The Nation" schrieb von einem "Triumph der weltweiten Kooperation".


Ein US-Filmproduzent hat bereits Interesse an der Verfilmung der Rettungsaktion bekundet. Am Donnerstag waren noch rund 50 Helfer an der Tham-Luang-Höhle im Einsatz, wie ein Sprecher der Nationalparkverwaltung sagte. Sie bereiteten den Abtransport der Wasserpumpen und anderer Gerätschaften vor. Diese Arbeiten sollten noch bis mindestens Sonntag andauern.

Die Jungen und ihr Trainer sind immer noch im Krankenhaus

Die Höhle durften die Teams wegen abermals gestiegener Wasserpegel am Donnerstag nicht betreten. Die Kinder und ihr Trainer befanden sich unterdessen weiter auf der Quarantänestation eines Krankenhauses. Die zwölf Fußballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle von rasch steigenden Wassermassen überrascht worden. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt, medizinisch betreut und schließlich einer nach dem anderen ins Freie gebracht.


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