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Giftanschlag auf Ex-Spion Moskau lässt London abblitzen

Russland hat das Ultimatum der britischen Regierung, sich zu den Vorwürfen im Fall des vergifteten russischen Ex-Agenten Skripal zu äußern, verstreichen lassen. London will heute Sanktionen bekanntgeben.

Von: tagesschau.de

Stand: 14.03.2018

Salisbury incident. Emergency personnel at the Ashley Wood Recovery Centre in Salisbury as the investigation into the suspected nerve agent attack on Russian double agent Sergei Skripal continues.  | Bild: picture-alliance/dpa

Russland antwortet nicht auf das Ultimatum der britischen Regierung, sich zur Vergiftung des ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal zu äußern. Die britische Regierung hatte Moskau bis Mitternacht Zeit gegeben, sich gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen zu erklären. "Russland wird auf Londons Ultimatum nicht antworten, bis es Proben der chemischen Substanz erhält", sagte ein Sprecher der russischen Botschaft in London der Nachrichtenagentur Reuters. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte eine Beteiligung Russlands am Giftanschlag auf Skripal bereits am Montag zurückgewiesen.

"Wir haben schon eine Erklärung abgegeben, dass das alles Quatsch ist. Wir haben damit nichts zu tun."

Sergej Lawrow, russischer Außenminister

Briten beraten über Sanktionen

Das britische Kabinett will heute über Sanktionen gegen Russland beraten. Unklar ist allerdings, wie diese aussehen sollen. Der britische Außenminister Boris Johnson hatte erklärt, es werde sich um "robuste Maßnahmen" handeln. Premierministerin Theresa May hatte bereits damit gedroht, keine Regierungsvertreter zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland zu schicken. Auch finanzielle Maßnahmen gegen Oligarchen, die Immobilien in London besitzen, seien denkbar.

Westliche Verbündete stellen sich hinter London

May hatte am Montagabend erklärt, dass aller Wahrscheinlichkeit nach Russland hinter dem Anschlag stecke. Rückendeckung erhielt Großbritannien aus Deutschland, Frankreich, den USA und von der NATO.

Der 66-jährige Ex-Spion Skripal und seine 33-jährige Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London zusammengesackt und bewusstlos auf einer Sitzbank aufgefunden worden. Sie wurden der Polizei zufolge Opfer eines Attentats mit dem extrem gefährliche Nervengift Nowitschok, das in der früheren Sowjetunion produziert und verwendet wurden. Sie befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand.


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Angelika , Mittwoch, 14.März, 11:21 Uhr

11. Mit diesen Hetzen nimmt nur die Kriegsgefahr zu. Wie immer Hetze vor Kriegen.

Die USA haben die Welt mehr als einhundert Jahre lang dominiert, doch ihr Stern sinkt, und die Machthaber im Hintergrund wehren sich verbissen dagegen. Eine kleine Gruppe von Psychopathen ist für die Kriege in Afghanistan, im Irak und in Syrien ebenso verantwortlich wie für den Konflikt in der Ukraine und den »Arabischen Frühling«. Afrika sowie der Nahe und Mittlere Osten versinken bereits im Chaos, das nun gesteuert auf Europa übergreift. Die Terroranschläge von Paris waren erst der Anfang! In Europa und in den USA werden Polizei-, Gendarmerie- und Militäreinheiten aufgerüstet und für die brutale Niederschlagung von lang vorbereiteten Bürgerkriegen trainiert.

  • Antwort von Angelika , Mittwoch, 14.März, 11:30 Uhr

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  • Antwort von Adispositas , Mittwoch, 14.März, 11:44 Uhr

    Sind die USA unsere Freunde oder unsere Brüder???????

    Es sind unsere Brüder, weil Freunde kann man sich doch selbst aussuchen!

thorie, Mittwoch, 14.März, 10:28 Uhr

10. soll das

helfen, einen "weicheren" Brexit durchzusetzen?

Riedmensch, Mittwoch, 14.März, 10:22 Uhr

9.

Es sind keine Beweise da und trotzdem macht May Rußland verantwortlich. Daas ist aber nicht verwunderlich, da die Russen für alles verantwortlich gemacht werden. Die Staaten, die den Engländer beipflichten, sind auch die, die die Kriege in der Welt anzetteln. Das Leid der Menschen wird durch diese Regierungen in Kauf genommen.

  • Antwort von Putinversteherin, Mittwoch, 14.März, 11:15 Uhr

    „Es heißt, Russland stehe an der Grenze zur Nato, wobei der Trick oder die Infamie darin besteht, dass die Nato eben bis zu Russlands Grenzen vorgerückt ist. Dies wird mit diesen Kampfeinheiten in den drei baltischen Staaten und in Polen dokumentiert. Dazu hat die deutsche Bevölkerung schon in den letzten Jahren die Erfahrung machen können, dass permanent Kriegsgerät Richtung Osten rollt. Gerade angesichts des Jahrestags der Schlacht von Stalingrad eine besonders makabre Situation. Die Bundesregierung schickt keine offizielle Delegation zu den Siegesfeierlichkeiten einerseits, aber andererseits kümmert sie sich um eine möglichst schnelle, unbürokratische – wie sie es nennt – Verlegung von Truppen und schwerem militärischen Gerät nach Osten.“

  • Antwort von Peter, Mittwoch, 14.März, 12:19 Uhr

    Oh, sowas ist aber schon hart an der Grenze zur Hetze!
    Und wahr ist es auch noch...

    Nur mal so zur Erinnerung: Der kalte Krieg war vorbei, Der Warschauer Pakt hat sich aufgelöst, die Nato ...ö naja eben nicht...
    Gut, man hat vertraglich festgelegt dass die Nato sich nicht erweitern würde.
    Dass jetzt das ganze Baltikum und halb Osteuropa zur Nato gehört wollen wir mal nicht übersehen.
    Kurzum: Der böse Russe hat sich an alles gehalten und die gute Nato hat alle Verträge gebrochen.

Wolfgang H., Mittwoch, 14.März, 10:19 Uhr

8. Giftanschlag

Wäre es nicht auch denkbar, dass dieses Gift auf verschlungenen Wegen in Hände gelangt ist, in die es nicht gehört ? Kriminelle sind erfinderisch. So wenig ich manche Dinge seitens Putin gut finde, so wenig kann ich mir bei ihm eine solche Öffentlichkeit vorstellen. Möglicherweise waren die seit langem in GB lebenden Agenten " Bauernopfer" für ganz andere Befindlichkeiten. Das sollte man auch mal in Erwägung ziehen.

Besorgt , Mittwoch, 14.März, 10:17 Uhr

7. Ohne Beweise immer Russland beschuldigen? Hassaufbau vor dem 3. WK?

Die Ausweitung der Nato Richtung Osten bezeichnet der Historiker klar als Wortbruch gegenüber Russland. Es gebe sogar US-Geostrategen, die Deutschland und Russland gern in einem neuen Krieg sähen. Denn ein blutiger Konflikt zwischen diesen beiden Ländern wäre ein geostrategischer Vorteil für die USA. In seinen Vorträgen möchte Ganser deshalb vor allem aufklären und Menschen darin bestärken, den Frieden zu wahren. Seine Veranstaltungen in Berlin waren schon nach kurzer Zeit ausverkauft.

  • Antwort von Rentnerin Maria , Mittwoch, 14.März, 10:34 Uhr

    Werden in der Zukunft die Putin-Versteher wegen Wehrkraft-Zersetzung angeklagt und bestraft?

    So etwas hatten wir schon einmal.

  • Antwort von Angelika , Mittwoch, 14.März, 10:58 Uhr

    Die Soldaten der NATO und die Bundeswehr sollen ja Russland hassen, sonst gehen sie freiwillig nicht hin, sonst melden sie sich krank.

  • Antwort von Egon, Mittwoch, 14.März, 11:27 Uhr

    Der Brunnenbauer aus Freilassing hatte dazu mal angeblich gesagt: "Da seh ich aber oan daherfliegen von Osten, der schmeißt was in das große Wasser, na g'schieht was Merkwürdiges. Da hebt sich das Wasser wie ein einziges Stück turmhoch und fallt wieder runter, dann wird alles überschwemmt. Es gibt ein Erdbeben und die groß Insel wird zur Hälfte untergehen. " Tja, derzeit steuert man wohl förmlich auf so ein Ereignis zu ..........denke aber, die "Statisten" in der oberen Reihe wissen das schon. Ist quasi der Masterplan !