51

DeutschlandTrend Extra 16 Prozent - SPD fällt auf Rekordtief

Im ARD-DeutschlandTrend kommt die SPD bei der Sonntagsfrage nur noch auf 16 Prozent - ein neuer Negativrekord. Dass Martin Schulz auf alle Ämter verzichtet, finden acht von zehn Deutschen richtig. Von Ellen Ehni.

Von: tagesschau.de

Stand: 15.02.2018

Ein Würfel mit der Aufschrift "SPD" bei einem Parteitag (Archivbild) | Bild: pa/dpa/Swen Pförtner

Das Führungschaos bei der SPD hinterlässt Spuren: In der Sonntagsfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend Extra landet die Partei mit 16 Prozent auf einem Rekordtief. Das sind zwei Punkte weniger als im Tagesthemen-DeutschlandTrend Anfang Februar. Die Union kommt unverändert auf 33 Prozent. Die AfD verbessert sich um einen Punkt und kommt auf 15 Prozent; die FDP verliert einen Punkt und landet bei neun Prozent. Die Linke bleibt stabil bei elf Prozent; die Grünen verbessern sich um zwei Punkte und kommen auf 13 Prozent.

Zu der Entscheidung von Martin Schulz haben die Deutschen eine klare Meinung: 78 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Schulz vom SPD-Parteivorsitz zurückgetreten ist und auch nicht Außenminister wird. 14 Prozent finden es nicht richtig. Nach dem Rücktritt von Schulz führt jetzt kommissarisch Olaf Scholz die SPD.

Wahl des Parteivorsitzenden

Auf einem Parteitag im April soll dann der bzw. die Parteivorsitzende neu gewählt werden. Die SPD-Führung sprach sich für Andrea Nahles als neue Parteivorsitzende aus. 33 Prozent sind der Meinung, dass Nahles dazu in der Lage wäre, die SPD wieder zu einen und nach vorne zu bringen; 47 Prozent sind der Ansicht, dass sie nicht dazu in der Lage wäre. Die SPD-Anhänger sind bei der Frage etwas optimistischer: 48 Prozent meinen, Nahles wäre dazu in der Lage, die SPD zu einen und nach vorne zu bringen; 41 Prozent sagen: Nein, das wäre sie nicht.

Mehrheit sieht SPD als Verhandlungsgewinner bei Ressorts

Wenn man die Deutschen danach fragt, welche Partei sich ihrer Meinung nach im Rahmen der GroKo-Verhandlungen bei der Verteilung der Ministerien am stärksten durchgesetzt hat, ergibt sich ein eindeutiges Bild: 55 Prozent sind der Ansicht, dass sich die SPD dabei am stärksten durchgesetzt hat; 16 Prozent sagen das von der CDU und sechs Prozent von der CSU.

Bei der Frage, wer sich bei den politischen Inhalten am stärksten durchgesetzt hat, sieht die Situation etwas anders aus. 31 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich die SPD am stärksten durchgesetzt hat. 29 finden, dass sich die CDU am stärksten durchgesetzt hat und zehn Prozent sind der Meinung, dass sich die CSU am stärksten durchgesetzt hat.

Im DeutschlandTrend Anfang Februar waren die Erwartungen andere: Damals sahen zwei Drittel der Befragten die Union bei den Koalitionsverhandlungen in einer stärkeren Verhandlungsposition als die SPD: 57 Prozent sagten vor zwei Wochen, die CDU habe die stärkste Verhandlungsposition bei den Koalitionsverhandlungen, 9 Prozent die CSU. 21 Prozent waren der Auffassung, dass die SPD die stärkste Verhandlungsposition hat.

Zwei Drittel meinen, es ging mehr um Posten als um Inhalte

Aktuell sind 55 Prozent der Ansicht, dass der ausgehandelte Koalitionsvertrag ein vernünftiger Kompromiss unterschiedlicher Interessen ist; 38 Prozent finden das nicht. Allerdings meinen auch 66 Prozent der Deutschen, dass es den Verhandlungsführern mehr um die Posten ging als um politische Inhalte; 27 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. 72 Prozent der Befragten vermissen im Koalitionsvertrag grundsätzlich neue politische Ansätze; 20 Prozent finden das nicht.

Zustimmung zur Großen Koalition geht zurück

Der Rückhalt in der Bevölkerung für eine Große Koalition aus Union und SPD sinkt weiter: 42 Prozent fänden eine Koalition aus CDU, CSU und SPD sehr gut oder gut - das sind vier Punkte weniger als Anfang Februar; 52 Prozent fänden eine Fortsetzung der GroKo weniger gut oder schlecht. Aktuell fänden es 50 Prozent der Befragten sehr gut bzw. gut, wenn Angela Merkel weiterhin als Kanzlerin regieren würde; 47 Prozent fänden es weniger gut bzw. schlecht. Seit Oktober des vergangenen Jahres kann man in dieser Frage einen kontinuierlichen Abwärtstrend feststellen: Anfang Oktober sagten noch 61 Prozent, dass sie eine erneute Kanzlerschaft Merkels sehr gut bzw. gut fänden; 38 Prozent sagten damals, dass sie das weniger gut bzw. schlecht finden würden.


51

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

alex, Freitag, 16.Februar, 15:36 Uhr

11. SPD fällt auf Rekordtief

Die SPD ist derzeit noch viel besser als Die PARTEI von Martin Sonneborn, eben Realität als Satire.
Die Linken generell scheitern am Grundwiderspruch Sozialsystem – offene Grenzen. Beides zugleich kann man nicht haben.
Mit ungebremster Armuts-Migration (Obergrenzen hin oder her) wird die Gesellschaft des eigenen Nationalstaates zerstört. Und so sieht eben dann Verrat an den Wählern aus. Die SPD weigert sich bis heute diese trivialen Fakten anzuerkennen.
Vorwärts Marsch, Genossen, auf in den Untergang! Ihr habt euch das redlich verdient.

Joseph G., Freitag, 16.Februar, 11:23 Uhr

10. Dann haben wir es ja fast geschafft

Jetzt muss es nur noch Neuwahlen geben und aufgrund des zu erwartenden Ergebnisses einen Rücktritt Merkels und der ganzen Bagage um Sie herum geben. Dann kann die CDU/CSU wieder eine bürgerliche Partei werden und wir haben mit CDU/FDP/AFD eine stabile konservative Mehrheit im Land. Dann können wir mit der Schadensbegrenzung anfangen und die Verwüstungen beseitigen die 12 Jahre Merkel in unserem Land hinterlassen hat.

Cosi , Freitag, 16.Februar, 10:10 Uhr

9. SPD in Krise

Die SPD macht einen großen Fehler sich öffentlich selber zu zerfleischen !Das kommt bei mir schlecht an.Frau Nahles halte ich überhaupt nicht geeignet diese zerrissene Partei zu führen .
Besser wäre jemand der nicht zu emotional regiert .Frau Nahles hat ja schon keine Stimme mehr mit ihrer Schreistimme. Sie sollte unbedingt zu einem Sprechtrainer gehen oder einem Logopäden.Die macht sich die ganze Stimme kaputt.
Wenn es keine geeignete Frau gibt ja dann muss eben ein Mann die Parteiführung übernehmen. , allen Quoten zum Trotz.

Nichtwähler , Freitag, 16.Februar, 09:02 Uhr

8. Bald wird wohl die SPD von der rechtspopulären AfD überholt.

Dann wird wohl die nächste Koalition CDU-CSU-AfD-FDP sein. Danach wird die Antifa total wütend. Die Antifa wird total ausrasten.

  • Antwort von Politikwissenschaftler , Freitag, 16.Februar, 09:16 Uhr

    Erst nach einem Rechtsruck kommt in Deutschland eine stabile Regierung. Wenn man aus dem Verlauf der Wahl in Österreich etwas prognostizieren kann, dann ist es so, dass der Kampf gegen Rechts, dem sich jetzt alle verschreiben, dasselbe ist wie der Rechtsruck. Der Kampf gegen Rechts geht hier so, dass man den Rechten die Themen klaut – hauptsächlich, was die Flüchtlingskrise betrifft. Da hat der Spitzenkandidat der ÖVP im Grunde genommen der FPÖ das Thema weggenommen, wenn auch im Ton etwas gemäßigter, und die FPÖ beschwert sich darüber, dass der Herr Kurz eine Kopiermaschine wäre. Es wird versucht, die AfD und ihre Wähler auseinanderzudividieren. Der AfD wird vorgeworfen, sie mache Angst, während ihre Wähler berechtigte Ängste hätten, die aber bei den etablierten Parteien sowieso in besten Händen seien. Man klaut also der AfD die Themen und diffamiert die Partei weiterhin. Das ist in der Sache der Rechtsruck und tarnt sich als Kampf gegen Rechts.

  • Antwort von Andrea , Freitag, 16.Februar, 09:35 Uhr

    Die SPD-Versager-Partei ist in der Parteilandschaft überflüssig geworden, seit die CDU mit Merkel nach links abgedriftet ist. Die rechtskonservative AfD vertritt die gleichen Werte wie die alte CDU mit Helmut Kohl früher. Das Abdriften der CDU mit Merkel nach links hat viel Platz rechts für die neue AfD gemacht. Ohne unsere Einladungskanzlerin wäre die AfD nicht so stark oder es würde die AfD garnicht geben.

  • Antwort von Claudia , Freitag, 16.Februar, 09:41 Uhr

    Die ehemalige Volkspartei SPD hat mit der Agenda 2010 und mit Harz 4 sehr viele Anhänger und Wähler verloren. Zu viel Asyl für beruflich nicht einsetzbare Fremde wird am Ende zum weiteren Sozialabbau führen, zu Harz 5.

polit, Freitag, 16.Februar, 08:29 Uhr

7. spd tief

Wen wundert das, bei einer designierten Vorsitzenden, die mit halbasozialen Sprüchen glänzt und einem designierten Finanzminister, der schon beim G-20 Gipfel restlos überfordert war.