6

Der Konflikt in Israel und die Folgen Tage des Zorns

Es sollte ein Tag des Feierns werden, der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels. Stattdessen brannte Gaza. Die verheerende Bilanz: mehr als 50 Tote, fast 3.000 Verletzte. Ein Massaker?

Von: Carola Brand

Stand: 23.05.2018

Der 14. Mai 2018 war der blutigste Tag seit dem Gazakrieg vor vier Jahren. Während in Jerusalem rund 800 geladene Gäste die Eröffnung der US-Botschaft feierten, gerieten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel Palästinenser ins Visier von Scharfschützen.

Tage des Zorns eskalieren blutig

Die Palästinenser hatten zu "Tagen des Zorns" aufgerufen. Der Anlass waren der 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels und die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem. Zehntausende Palästinenser waren zum Grenzzaun gekommen und hatten zum Teil versucht, diesen zu durchbrechen. Israelische Militärs – darunter zahlreiche Scharfschützen – schossen in die Menge. Es gab viele Tote und Verletzte.

Massaker oder "glorreicher Tag"?

International stößt das Vorgehen der israelischen Armee auf scharfe Kritik: Nicht wenige sprechen von einem Massaker, ganz anders Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Für ihn war der vergangene Montag ein "glorreicher Tag". Fest steht, der alte Konflikt ist wieder aufgeflammt. Wohin das führt, diskutiert auch das Dossier Politik.

Dossier Politik 15.05.2018Tage des Zorns: Der neue alte Konflikt in Israel und die Folgen

Tim Aßmann, Björn Blaschke und Torsten Teichmann (von links nach rechts)


Studiogäste: Tim Aßmann ARD-Tel Aviv, Torsten Teichmann ARD-Washington, Björn Blaschke ARD-Kairo

Moderation: Julio Segador
Redaktion: Henryk Jarczyk


6