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Bayerischer Landtag Symposium gegen Menschenhandel

Was tun gegen Menschenhandel – damit haben sich Experten heute bei einem Symposium im Landtag befasst. Auf Einladung der bayerischen Integrationsbeauftragten Kerstin Schreyer.

Von: Lorenz Storch

Stand: 18.12.2017

Prostitutierte in einem Club an der Bar | Bild: picture-alliance/dpa

Es gibt die Sex-Sklavin, die vom organisierten Verbrechen nach Deutschland geschafft wird, sagt die bayerische Sozialministerin Emilia Müller, aber der Menschenhandel hat viele Gesichter.

"Das geht von Zwangsprostitution bis hin zum Missbrauch zum Beispiel von Pflegehilfen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen müssen."

Emilia Müller, bayerische Sozialministerin

Zwangsarbeit gibt es in vielen Bereichen

Sub-Unternehmen am Bau, die weit unter Mindestlohn zahlen, Fleischerei-Betriebe, die Mitarbeiter aus Osteuropa unter Armutsbedingungen schuften lassen, auch hier hin will Müller die Aufmerksamkeit lenken.

Die bayerische Polizei berichtet: der Menschenhandel ist, soweit ermittelbar, noch immer fest in Händen osteuropäischer Täter. Und auch die Opfer kommen meist aus Bulgarien, Rumänien oder Ungarn. Wenn Flüchtlingsfrauen, vor allem aus Westafrika, Opfer sexueller Gewalt wurden, ist das meist außerhalb von Deutschland auf der Flucht passiert.


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Josef Rödl, Montag, 18.Dezember, 23:26 Uhr

2. Will man hier überhaupt ermitteln?

Ich frage mich immer wieder, weshalb die Haupttäter und Verbrecher (Zuhälter) in der Prostitution nicht ermittelt werden bzw. ermittelt werden können.
Meines Erachtens gibt es wesentlich komplexere Kriminalfälle als die Prostitution.

Die normalen, anständigen Bürger werden doch gerade in der Sexualkriminalität völlig hinters Licht geführt. Ich kann es mir nur so erklären, dass dahinter mächtige Kartelle stecken, in denen sehr einflussreiche und zahlungskräftige Personen des öffentlichen Lebens insbesondere aus Wirtschaft und Politik involviert sind.

  • Antwort von Hallo, Dienstag, 19.Dezember, 07:57 Uhr

    Es sind paradoxerweise SPD und Grüne, die durch ihre "wir wollen die Prostituierten nicht kriminalisieren" Politik den grössten Schaden anrichten.
    Früher wurden Prostituierte kontrolliert. Das schaffte rot-grün ab.
    Die Behörden hatten nun gar keinen Kontakt mehr zu den Prostituierten und konnten überhaupt nicht mehr helfen. Der Menschenhandel blühte auf.
    Die GroKo hat jetzt wieder eine Meldepflicht für Prostituierte beschlossen. Trat in NRW am 1.Juli in Kraft.

Hallo, Montag, 18.Dezember, 23:00 Uhr

1. Die ewige Leier

Wie kann man Menschenhandel ausschalten?
Durch Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle.

Die Schwachen, die Opfer, zahlen den Preis für unsere Freiheit.
Und die Starken schimpfen: "Ja was sind denn SIe für einer? Wollen Sie vielleicht eine Diktatur?"

Es würde völlig reichen wenn man Arbeitsplätze in bestimmten Breichen genauso stark kontrollieren würde wie jeden Hartz4-Empfänger.
Und da geht's dann wieder los: "Ja also, Prostituierte kann man nicht so überwachen. Ich bin ja kein Freier, aber...."