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Küss mich, Dummkopf: Dionysus-Oper "The Bassarids" in Berlin
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Ein Duell zwischen Rausch und Vernunft: Rund 200 Mitwirkende brachten an der Komischen Oper Hans Werner Henzes Riesenwerk von 1966 auf die Bühne. Gespielt wurde im gesamten Saal und auf den Stufen eines griechischen Amphitheaters. Der Jubel war groß.

Schluchz, schleck, mampf: "Orpheus in der Unterwelt" in Salzburg

    Im Jacques-Offenbach-Jubiläumsjahr wagten sich sogar die Salzburger Festspiele an eine seiner Operetten. Barrie Kosky inszenierte eine opulente Satire über Männer-Marotten und Frauen-Power. Das war musikalisch träge, schauspielerisch jedoch rasant.

    Muttis falsche Tränen: "Agrippina" an der Bayerischen Staatsoper
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    Sie macht den Weg frei für Nero: Mit Intrigen und Körpereinsatz verschafft Agrippina ihrem Sohn den Thron. Barrie Kosky inszeniert das in München als Führungskräfte-Hölle, bei der alle lügen, wenn sie den Mund aufmachen. Das Publikum war angetan.

    Sie bleibt nicht dran: Schostakowitschs "Die Nase" in Berlin
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    Es ist ein wilder Satire-Ritt des ganz jungen Dmitri Schostakowitsch: Er wuchtete mit der "Nase" (1930) eine lautstarke Jazz-Oper auf die Bühne, mit Balalaika und viel Radau. Barrie Kosky setzt auf "Traumtheater". Nachtkritik von Peter Jungblut.

    Verträgt die Liebe keine Wahrheit? "Semele" in Berlin
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    Sie fällt auf eine Intrige herein: Semele will ihren Liebhaber Jupiter in "wahrer Gestalt" sehen und verbrennt prompt an seinen Strahlen. Händels Oratorium wird an der Komischen Oper Berlin zur düsteren Parabel. Nachtkritik von Peter Jungblut.

    Gelungener Auftritt zum Start
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    Mit einer Neuinszenierung von "Die Meistersinger" in der Regie von Barrie Kosky haben die Bayreuther Festspiele begonnen. Die Atmosphäre gefiel den geladenen Promis so gut, dass viele die Veranstaltung erst spät verlassen haben.

    Wagner auf der Anklagebank: "Meistersinger" als Zeitreise
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    Diese Musik wurde bei NS-Parteitagen gespielt und galt als propagandatauglich: Die "Meistersinger" sind politisch erheblich belastet. In Bayreuth zeigte Barrie Kosky das Musikdrama als Zeitreise von Wagner zu Hitler. Nachtkritik von Peter Jungblut.

    Cosima hat Migräne: "Meistersinger von Nürnberg" in "Wahnfried"
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    Gelacht wurde wenig, aber am Ende des ersten Akts war das Publikum begeistert. Barrie Kosky zeigt die "Meistersinger" als Familien-Saga im Hause Wahnfried. Erzählt wird vor allem Wagners Besessenheit von der deutschen Kunst. Von Peter Jungblut

    Saufen aus Prinzip: "Jahrmarkt von Sorotschinzi" als Rauschparty
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    In Russland ist die Hölle los und dagegen hilft nur Alkohol: Bei Modest Mussorgsky flüchtet sich das Volk ins Delirium und selbst der Teufel greift zum Wodka. Oper als Schnaps-Ritual, in Berlin düster inszeniert. Nachtkritik von Peter Jungblut.

    Badewanne voller Perlen: Cleopatra schrubbt den Frust weg
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    Berlin war 1924 im Ägypten-Fieber, erstmals verzauberte die Büste der Nofretete die Metropole - und Oscar Straus komponierte seine Operette "Die Perlen der Cleopatra". Eine lohnende Ausgrabung? Der Klamauk überwog. Nachtkritik von Peter Jungblut.