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Fürth-Trainer Alexander Zorniger

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Zorniger: Mit Ruhe und Gelassenheit zum Erfolg mit dem Kleeblatt

Zorniger: Mit Ruhe und Gelassenheit zum Erfolg mit dem Kleeblatt

Seit Alexander Zorniger Trainer bei Greuther Fürth ist, geht es für den Verein bergauf. Unter dem neuen Coach ist das Team ungeschlagen und es überwintert in der 2. Bundesliga auf einem soliden zehnten Platz.

Seit dem 24. Oktober steht Alexander Zorniger für das Kleeblatt an der Seitenlinie. Die Fürther sind seitdem ungeschlagen, holten zehn Punkte aus vier Spielen und haben den Tabellenkeller hinter sich gelassen. Der perfekte Einstand war das für Alexander Zorniger aber immer noch nicht, wie er in Blickpunkt Sport erzählte: "Zwölf wäre ein Traum gewesen, aber zehn ist schon sehr, sehr gut."

Zorniger hat das Positive mit zum Kleeblatt gebracht

Den Schlüssel zum Erfolg vermutet Zorniger in seinen positiven Erfahrungen aus der vergangenen Saison. Anders als die Kleeblatt-Spieler, die schon dem zweiten Abstieg hintereinander ins Auge sahen, kam Zorniger mit einem Meistertitel und vielen Siegen im Rücken zu den Mittelfranken. "Das gibt dir eine andere emotionale Fähigkeit, jetzt in Fürth auch positiver zu wirken. Ich glaube, das war auch ein bisschen das, was die Mannschaft gebraucht hat," erklärte der neue Coach.

Der Trainer bleibt realistisch

Der Erfolg zu Beginn ist für den Fürth-Trainer schön, aber er weiß die Lage des Teams trotzdem sachlich einzuschätzen: "Gefühlt klopfen wir gerade an die Aufstiegsplätze und realistisch sind wir drei Punkte weg von einem direkten Abstiegsplatz." Mit zwanzig Punkten überwintert das Kleeblatt als Zehnter in der 2. Bundesliga, doch es ist eng in der Tabelle - Magdeburg liegt mit 17 Zählern schon auf dem Abstiegsrang.

Ruhe, die das Kleeblatt braucht

Alexander Zorniger wirkt ruhig und besonnen, das schätzt auch der Fürther Geschäftsführer Sport, Rachid Azzouzi an dem neuen Mann: "Er hat mittlerweile die Ruhe und auch die Gelassenheit, die es manchmal braucht in diesem Geschäft." Die hat er sich in Dänemark angeeignet, denn bei seiner Station beim Brøndby IF war er begeistert von der ruhigen Art, mit der die Probleme angegangen wurden. Ruhe und seine positive Einstellung bringen nun Greuther Fürth nach einem schwachen Saisonstart wieder in die Bahn.

Zorniger hat sich gewandelt

Der Zorniger, der einst Leipzig aus der vierten in die zweite Liga geführt hat und der aktuelle Zorniger, haben nicht mehr viel miteinander zu tun, denn: "Ich wollte durch jede Wand durch und das will ich jetzt nicht mehr," beschreibt der Fürth-Coach seine persönliche Entwicklung. Er sei zudem realistischer geworden, und habe gelernt mit weniger zufrieden zu sein. "Dazu bin ich in der Zwischenzeit glücklicher Ehemann und Vater geworden, das macht was mit dir. Ich bin auch schon eine Weile dabei, ich bin älter geworden, das gibt auch noch eine gewisse Ruhe, " eine Ruhe, die dem Kleeblatt scheinbar sehr gut tut.

Viel Arbeit in der langen Pause

Zorniger scheint sich rundum wohl zu fühlen in Fürth, nur die Familie fehlt noch. Das soll sich bald ändern. Da sieht er nur noch ein Problem, den Dialekt der Mittelfranken: "Ich bin so gespannt, wenn meine Gattin kommt, die wird keinen Ton verstehen." Da muss Zorniger dann wohl ein bisschen übersetzen. Die lange Winterpause wird ihm dafür genauso Zeit geben, wie für die intensive Arbeit mit dem Team, damit es im neuen Jahr genauso erfolgreich weitergeht, wie in den vergangenen Partien.

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Greuther-Fürth-Trainer Alexander Zorniger

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