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Pünktlich zum Trainingsstart: Zoff beim TSV 1860 München | BR24

© picture alliance/dpa

1860-Investor Hasan Ismaik

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    Pünktlich zum Trainingsstart: Zoff beim TSV 1860 München

    Ausgerechnet zum Trainingsauftakt kracht es beim TSV 1860 wieder einmal gewaltig. Investor Hasan Ismaik kritisiert, das Präsidium wehrt sich - und über all das spricht man nicht einmal persönlich miteinander.

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    Ismaik hatte sich am Wochenende wieder einmal mit deutlichen Worten in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Der TSV 1860 München reagiert am Montag (17.06.19) per schriftlicher Mitteilung. Im Mittelpunkt des verbalen Schlagabtausches: Löwen-Geschäftsführer Michael Scharold, der sich statt mit der Saisonplanung mit Angriffen aus Jordanien auseinandersetzen muss.

    Ismaiks Vorwurf: "Handwerkliche Fehler" bei der Etatplanung

    Ismaik, umstrittener Investor des Fußball-Drittligisten, hatte Scharold bei der Etatplanung grobe handwerkliche Fehler vorgeworfen. Scharold soll sich nach Ismaiks Ansicht beim Etat für die abgelaufene Saison verkalkuliert haben. "Dass dies gravierende Auswirkungen auf die Zusammenstellung des Kaders für die neue Drittligasaison hat, ist selbsterklärend", schimpfte der Investor.

    Die Löwen verurteilten die "öffentlichen Angriffe", so heißt es in der Mitteilung: "Sie sind nicht nur in ihrer Form völlig inakzeptabel, sondern auch sachlich falsch". Erstens genieße Scharold "das uneingeschränkte Vertrauen des Vereins", schrieben Präsident Robert Reisinger sowie seine beiden Stellvertreter Hans Sitzberger und Heinz Schmidt.

    Außerdem hielten die Vereinsvertreter soziale Medien "grundsätzlich nicht für den richtigen Ort, um Gesellschafterthemen des TSV 1860 München zu platzieren. Als Vereinsvertreter bestehen wir auf dem persönlichen Kontakt mit den Vertretern unseres Mitgesellschafters", argumentierte das Präsidium.

    Ismaik greift auch den Hauptsponsor an

    Dem jordanischen Geschäftsmann missfällt zudem, dass vorübergehend die Namensrechte am Nachwuchsleistungszentrum an Hauptsponsor "Die Bayerische" verkauft werden sollen, "um die eigenen Fehler zu kaschieren", wie er dem Präsidium vorwirft. Auch der Hauptsponsor reagiert in den sozialen Medien - und will trotz der Ismaik-Kritik wie geplant weitermachen.

    Wer schafft den finanziellen Rahmen?

    Nach eigenen Angaben will Ismaik "ein Finanzierungsmodell kreieren", mit dem Trainer Daniel Bierofka "seinen Kader verstärken kann". Aber genau das stellt Präsident Robert Reisinger in Frage: "Ich weiß von keinem Angebot, und auf Facebook-Einträge reagiere ich nicht", wird der Oberlöwe in einem Zeitungsinterview zitiert.

    Trainingsauftakt nach mehr als einem Jahr Streitigkeiten

    Die Streitigkeiten, die momentan wieder hochkommen, sind in der Tat eine Fortsetzungsgeschichte. Ismaik hatte schon die Berufung Scharolds als Nachfolger von Markus Fauser zum neuen Löwen-Geschäftsführer im Januar 2018 scharf kritisiert. Der Jordanier wollte seinen eigenen Kandidaten, dem Vernehmen nach den früheren Bayern-Spieler Franz Gerber, einsetzen.