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Ziel Abfahrt: Am Sonntag will Dreßen bei der Ski-WM "parat sein" | BR24

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Thomas Dreßen hat es trotz Hüftoperation zur Ski-WM nach Cortina d'Ampezzo geschafft. Und obwohl ihm dort nun ein wichtiges Training fehlen wird, sieht er der Abfahrt am Sonntag ziemlich optimistisch entgegen.

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Ziel Abfahrt: Am Sonntag will Dreßen bei der Ski-WM "parat sein"

Thomas Dreßen hat es trotz Hüftoperation zur Ski-WM nach Cortina d'Ampezzo geschafft. Und obwohl ihm dort nun ein wichtiges Training fehlen wird, sieht er der Abfahrt am Sonntag ziemlich optimistisch entgegen.

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Viel konnte Thomas Dreßen in den vergangenen Tagen nicht machen. Lediglich "frische Luft" habe sein bester Abfahrer nach der Ankunft in Cortina d'Ampezzo geschnappt, scherzte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. Der viele Schnee und zuletzt auch Nebel haben die Abläufe bei der Ski-WM gehörig durcheinandergebracht - auch jene von Dreßen. Dessen große Stärke ist freilich die Gelassenheit. "Alles nicht so tragisch", sagt er über das Terminchaos, "damit kann ich ganz gut umgehen."

Super-G am Donnerstag ohne Dreßen

Am Dienstag hat Dreßen endlich zum ersten Mal die neue Piste Vertigine befahren dürfen - "das Panorama ist ja ein Traum", sagte er über den Blick, ehe er im Touristentempo zu Tal fuhr. Mehr war und ist zunächst nicht drin: Das erste Training für die Abfahrt am Sonntag fällt aus, weil für den Donnerstag jetzt die Super-G-Rennen der Frauen (10.30 Uhr) und Männer (13.00) geplant sind.

Bei den Frauen startet nur Kira Weidle, bei den Männern sind Romed Baumann, Simon Jocher, Andreas Sander und Dominik Schwaiger dabei. Ein Einsatz von Dreßen im Super-G war nie vorgesehen.

Dreßen - ein Kaltstarter

Es ist ja bemerkenswert genug, dass der schnellste der schnellen Deutschen gut zweieinhalb Monate nach seiner Operation an der Hüfte überhaupt nach Cortina reisen konnte - und mit einem Start in der Abfahrt rechnen darf. Noch gibt sich Cheftrainer Christian Schwaiger zurückhaltend, er sagt: "Wenn er fahren kann, müssen wir erst mal schau'n, ob er auch schnell genug ist."

Dass von den geplanten drei Trainingsläufen einer wegfällt, ist daher nicht so optimal. Der Mittenwalder ist freilich bekannt dafür, ein guter Kaltstarter zu sein. Im November 2019 gewann er im kanadischen Lake Louise gleich das erste Rennen nach seinem Kreuzbandriss ein Jahr zuvor. Und deshalb haben sie ihn ja auch mitgenommen, weil sie wissen: Der "Tom" braucht nicht besonders viel Anlauf.

"Extrem cool"

Dreßen, betont Maier, "ist extrem cool aufgestellt, er weiß ganz genau, was er tut". Und so hat er auf die Abfahrt am vergangenen Freitag in Garmisch-Partenkirchen verzichtet und ist dort nur als Vorläufer runtergefahren. Die neue Männer-Strecke in Cortina kennen bislang nur die Italiener um den Südtiroler Dominik Paris.

Der wiederum hat berichtet, es gebe auf der Vertigine ein, zwei Stellen, auf die es ankomme, und der Rest, der könne dem 27-Jährigen ganz gut liegen. "Es kommt auch einem Paris entgegen", betont Maier, "aber wenn er das meint, ist es eh schön."

Schönes Panorama

Er, Maier, und wohl nicht nur er, würde sich aber "freuen, wenn der Dreßen da ganz vorne mitfahren kann. Dann würde ich zu Paris sagen, ein Experte, du hast es richtig eingeschätzt". Der erste Eindruck von Dreßen war schon mal nicht der schlechteste. "Die Strecke finde ich super", sagte er nach der Besichtigung.

Dass er nur zwei Trainingsläufe haben wird, einen am Freitag, einen am Samstag, ist nun auch nichts, was den Mittenwalder ansatzweise aus der Fassung bringt. Nach diesen beiden Fahrten, sagt er entspannt, "sollte ich schon wissen, wo ich im Rennen runter muss, und dann heißt es, rennmäßig parat zu sein am Sonntag." Für das Panorama von Cortina d'Ampezzo hat er danach wieder Zeit.