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Zeitumstellung und Training | BR24

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Jogger in der Abendsonne

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    Zeitumstellung und Training

    Licht beeinflusst unsere Laune und unsere Motivation. Sei es im Alltag oder beim Sport. Doch wegen kürzerer Tage den Novemberblues bekommen und aufs Training verzichten? Das ist keine Option. Denn regelmäßige Bewegung tut gut, egal wann.

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    Von
    • Frauke Gerbig

    Licht wirkt sich unmittelbar auf unseren Hormonhaushalt aus. Das Glückshormon Serotonin wird ausgeschüttelt und versetzt uns in gute Laune. Licht macht uns leistungsfähiger, aufmerksamer, widerstandskräftiger und stabilisiert unsere Psyche. Außerdem gibt Tageslicht den Takt für unser Tag- und Nachtrhythmus vor.

    Des weiteren bildet sich im Hellen, vor allem wenn die Sonne scheint, Vitamin D, das der Mensch zur Stärkung von Knochen und Zähnen benötigt. Vitamin D ist zudem an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und beeinflusst positiv die Muskelbildung.

    Flexibler dank Homeoffice

    Durch die Corona-Einschränkungen arbeiten viele Menschen im Homeoffice und können deswegen etwas flexibler mit ihrer Zeit umgehen. Darum bietet es sich an, das Training tagsüber, im Hellen zu absolvieren. Wenigstens das!

    "Natürlich trainiere ich lieber im Hellen, aber ich stelle mich um, ich bin Software-Entwickler und mache gerade Homeoffice, und kann in der Mittagespause rausgehen und trainieren. Natürlich ist man im Dunkeln ein bisschen bequemer, deswegen trainiere ich lieber im Hellen.“ Sportler an der Isar

    Training im Herbst und Winter

    Kürzere Tage, frühe Dunkelheit, kühle Temperaturen. Outdoor-Training ist nicht Jedermanns Sache. Doch positiven Erlebnisse und Trainings-Ergebnisse sind auch in der dunklen Jahreszeit zu erreichen. Man braucht

    1. eine innere Haltung, ein Commitment

    2. entsprechende Funktionskleidung

    3. Stirnlampe und reflektierende Bänder

    4. einen festen Termin

    5. einen Freund/Freundin zur Motivation

    "Klar trainier ich lieber im Hellen und im Warmen, aber ich trainiere auch den ganzen Winter durch, auch wenn es dunkel ist. Ich ziehe die Termine durch, dreimal die Woche, sonntags auch früher, vor dem Frühstück um sieben Uhr. Mein Körper braucht das zum Ausgleich. Ich jogge eine halbe Stunde hierher und dann trainiere ich eineinhalb Stunden, egal, was für ein Wetter ist. Das stärkt die Abwehrkräfte, das ist das wichtigste, was es gibt!“ Sportler am Outdoor-Parcour an der Brudermühlstraße im Münchner Süden

    Dunkelheit erhöht die Sinne

    Ja, es gibt sie, die positiven Trainingserlebnisse am Abend und in der Nacht. Der Mensch wird aufmerksamer, muss notgedrungen seine Sinne mehr einsetzen als während des Tages. Es macht Sinn, die Intensität des Trainings herunterzufahren und seinem Körper mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Unwirtliche Bedingungen existieren nicht: Es ist kalt oder nass oder neblig, aber mit diesen Umständen lässt sich mit guter Ausrüstung und positiver Einstellung hervorragend Sport treiben.

    "Das Training hat auch in der dunklen Jahreszeit etwas Schönes, weil es einen herunterbringt. Ich mag auch das Dunkle und Ruhigere. Meine Freundin und ich motivieren uns gegenseitig, vom Laufen hält uns nichts ab.“ Läuferin an der Isar