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Würzburger Kickers: Relegationsplatz sicher trotz 1:5-Debakel | BR24

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Der 37. Spieltag der 3. Liga in der Saison 2019/20: Das Spiel Viktoria Köln - Würzburger Kickers in der Zusammenfassung.

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Würzburger Kickers: Relegationsplatz sicher trotz 1:5-Debakel

Die Würzburger Kickers haben den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga verspielt. Bei Viktoria Köln verloren die "Rothosen" deutlich 1:5. Noch ist der direkte Aufstieg aus eigener Kraft aber möglich, der Relegationsplatz ist sicher.

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Es war zu spüren, dass die Würzburger Kickers eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf erzwingen wollten. Engagiert ging's von der ersten Minute an nach vorne. Viktoria Köln überzeugte zwar kämpferisch, hatte der Spielfreude der Kickers aber wenig entgegenzusetzen.

Nur ein starker Viktoria-Torwart Sebastian Patzler und einmal die Querlatte verhinderten eine Würzburger Führung im ersten Durchgang. Der Kickers-Sieg in Halbzeit zwei schien eine Selbstverständlichkeit.

Drei Kölner Tore in acht Minuten

Doch was sich dann nach dem Seitenwechsel abspielte, dürfte als denkwürdige Drittligapartie noch lange im Gedächtnis bleiben. Ein Slapstick-Treffer brachte Köln nach 55 Minuten überraschend in Führung. Nach einer harmlsoen Hereingabe schossen sich zwei Kickers-Spieler am Fünfmeterraum gegenseitig an, der Ball kam vor die Füße von Kölns Mike Wunderlich, der dankbar abstaubte.

Und es kam noch dicker für die Kickers: Nur drei Minuten später war Kölns Jonas Carls nach einem Steilpass gegen das Würzburg-Duo Schuppan und Ronstadt eigentlich ohne Chance. Weil die sich aber nicht einigen konnten, wer denn nun an den Ball geht, schnappte sich Carls das Leder, umkurvte Kickers-Torwart Vincent Müller und schob zum 2:0 (58.) ein.

Köln jetzt wie im Rausch und auch noch mit Glück, die Kickers wie gelähmt: Michael Seaton erhöhte per Fernschuss (63.) auf 3:0. Torwart Müller kam auf dem nassen Rasen nicht vom Fleck und konnte nur zuschauen, wie der Ball halbhoch im kurzen Eck einschlug.

Köln sorgt in den Schlussminuten fürs Würzburger Debakel

Würzburg sendete noch ein kurzes Lebenszeichen aus. Trotz der drei Tiefschläge fing sich das Team von Trainer Michael Schiele noch einmal, Fabio Kaufmann verkürzte zumindest noch auf 1:3 (72.). In der Schlussphase legte dann aber noch einmal Viktoria Köln furios los und erhöhte durch Mike Wunderlich und Alexander Höck auf 5:1.

Direkter Aufstieg noch in eigener Hand

Trotz der unnötigen Niederlage haben die Würzburger Kickers den direkten Aufstieg noch immer selbst in der Hand. Zwar zog Eintracht Braunschweig vorbei, die Kickers sind nur noch Tabellendritter. Weil Tabellenführer FC Bayern München II aber nicht aufstiegsberechtigt ist, würden die Kickers als Dritter sogar direkt in die zweite Fußball-Bundesliga einziehen.

Relegation gegen den 1. FC Nürnberg möglich

Am Samstag kommt zum letzten Spieltag der Saison der Hallesche FC an den Dallenberg. Gewinnen die Kickers oder spielen sie unentschieden, ist der direkte Aufstieg sicher. Eine Niederlage könnte allerdings zu wenig sein.

Denn dann könnte der direkte Verfolger FC Ingolstadt mit einem Sieg noch an den Kickers vorbeiziehen, die Unterfranken würden dann in der Aufstiegsrelegation gegen den Drittletzten der 2. Fußball-Bundesliga, den 1. FC Nürnberg, antreten.