BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR / Irina Hanft
Bildrechte: BR / Irina Hanft

Durch die Corona-Pandemie sind viele Sportwettkämpfe verschoben worden. Doch jetzt geht es mit dem Weltcup in Doha wieder los. Dort startet auch zwei Würzburger Freiwasser-Schwimmerinnen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Würzburger Freiwasserschwimmerinnen vor dem Weltcup in Doha

Die Vorfreude bei Leonie Beck und Lea Boy ist groß: Nach 13 wettkampflosen Monaten geht es für die beiden Würzburger Schwimmerinnen jetzt wieder los. Die Saison startet mit dem Freiwasser-Weltcup in Doha.

Per Mail sharen
Von
  • Irina Hanft

Durch die Corona-Pandemie sind viele Sportwettkämpfe verschoben worden. Doch jetzt geht es zumindest für die Freiwasser-Asse aus Würzburg wieder los. "Endlich", heißt es beim SV Würzburg 05, beim Bundesstützpunkt Freiwasser des Deutschen Schwimmverbandes. Am Samstag beginnt in Doha, der Hauptstadt von Katar am Persischen Golf, der Freiwasser-Weltcup 2021.

Leonie Beck und Lea Boy freuen sich auf Weltcup

Im Open Water geht es nach vielen Monaten ohne Wettkampf international wieder los. Darauf freut sich die Würzburgerin und amtierende Weltcup-Gesamtsiegerin Leonie Beck. "Wir freuen uns, dass wir endlich wieder an Wettkämpfen teilnehmen können, der letzte Weltcup ist über ein Jahr her", sagt sie. Damals holte sich die 24-Jährige beim einzigen regulären Rennen der Chaos-Corona-Saison den ersten Platz über zehn Kilometer Freiwasser.

Weltcup als wichtiger Einstieg ins Wettkampfjahr

Auch Lea Boy, die 2019 bei der WM in Südkorea Gold in der Mixed-Staffel über fünf Kilometer Freiwasser holte, ist in Doha am Start. Wie Leonie Beck trainiert auch sie beim SV Würzburg 05. "Jetzt geht’s endlich wieder raus in die weite Welt" sagt sie vor dem Abflug. "Der Weltcup in Doha ist ein wichtiger Einstieg für Leonie und Lea ins Wettkampfjahr", sagt der zwölfmalige Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz und Präsident des SV Würzburg 05.

80 Kilometer Schwimmen pro Woche

Wer in der Weltelite mitschwimmen will, der trainiert hart dafür. Schwimm-Ass Leonie Beck absolviert in der Woche zehn sogenannte Wassertrainigseinheiten, Krafttraining, Gymnastik, Fahrradtraining oder Ergometrie-Training. Pro Woche schwimmt sie im Schnitt 80 Kilometer, sagt sie, etwa 25 Stunden pro Woche macht sie Sport. "Ein bisschen Zeit geht schon verloren", lacht Beck, die Medienkommunikation in Würzburg studiert und gerade ihre Masterarbeit schreibt.

Konzentration auf die Olympischen Spiele

Ihr Blick konzentriert sich auf das Großereignis, auf die im Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio. Leonie Beck ist gesetzt, schon bei der WM 2019 hat sie sich für die zehn Kilometer Freiwasser qualifizieren können – durch eine Top-Ten Platzierung. Lea Boy und ihre Schwimmkollegen Ruwen Straub und Sebastian Beck in Würzburg müssen sich erst noch qualifizieren.

Neuer Schwimm-Trainer für den SV Würzburg 05

Der Schwimmverein Würzburg 05, der seit Monaten für Badegäste geschlossen und nur für die Athleten und Athletinnen geöffnet ist, geriet vor wenigen Wochen in die Schlagzeilen. Gegen den kürzlich zurückgetretenen langjährigen Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz wird wegen Missbrauchs-Vorwürfen ermittelt. Leonie Beck und die anderen Athleten und Athletinnen werden nun von Nikolai Evseev trainiert.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!