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Bildrechte: picture-alliance/dpa

"Endspiel" für die Würzburger Kickers: Der Tabellenletzte der 2. Fußball-Bundesliga empfängt den Vorletzten FC St. Pauli. Verlieren die Unterfranken, schaut's düster aus im Abstiegskampf.

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Würzburg rüstet sich für "Abreibungskampf" gegen St. Pauli

Die Würzburger Kickers sind bereit für das wohl wichtigste Zweitligaspiel der kommenden Wochen: Das abgeschlagene Tabellenschlusslicht empfängt den Vorletzten St. Pauli. Trainer Bernhard Trares rechnet mit einem "Abreibungskampf".

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Von
  • Bernd R. Eberwein

Bernhard Trares rechnet am Mittwochabend nicht mit einem schönen Fußballspiel. "Es wird sicherlich ein Abreibungskampf, ein Spiel auf Augenhöhe", sagt der Trainer der Würzburger Kickers vor dem Abstiegsknaller am Dallenberg (Anstoß 18.30 Uhr) gegen den FC St. Pauli, einer Nachholpartie vom 12. Spieltag.

Mit gerade einmal vier Punkten steht Würzburg nach 13 Spielen einsam am Tabellenende der zweiten Fußball-Bundesliga. Der Vorletzte St. Pauli hat vier Zähler mehr. Die Rechnung ist also simpel: Gewinnen die Kickers, ist wieder ein Hoffnungsschimmer da. Bei einer Niederlage droht dagegen neuer Frust im Abstiegskampf.

Insofern bemüht Trares vor der Partie klassische Fußballtugenden. "Da geht's auch um Wille, um Entschlossenheit und ums Verteidigen des eigenen Tors", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel."

"Es ist das wichtigste Spiel. Jetzt haben wir natürlich ein richtiges Endspiel gegen St. Pauli, wo du unbedingt gewinnen willst - ganz klar." Bernhard Trares

Neue Hoffnung durch Wintertransfers

Eine von Trares' Hoffnungen, warum es gegen St. Pauli mit einem Sieg klappen könnte: die Winterneuzugänge. Zwar ließ Trares offen, ob er einen - Marvin Pieringer (SC Freiburg), Stefan Maierhofer (Austria Wien) und Rolf Feltscher (LA Galaxy) - von Beginn an bringt. Am Nachmittag nach der St.-Pauli-Pressekonferenz verkündeteten die Kickers auch noch Neuzugang Nummer vier: der 25-jährige Mittelfeldspieler Martin Hašek kommt nach Unterfranken.

Glücklich wirkte Trares auf jedenfall angesichts der Verstärkungen. "Frische Köpfe tun uns sicherlich gut. Wir haben uns für die Spieler entschlossen, weil wir überzeugt sind, dass die uns in der Phase einfach helfen können", sagte der Chefcoach.

"Das sind Kreativspieler, erfahrene Spieler, auch jung, talentiert - wir haben alles dabei." Bernhard Trares über die Winterneuzgänge

Kapitän Feick: "Druck schadet nicht"

Auch Trares' bisherige Spieler sind bereit für das so wichtige Abstiegsduell. "Druck hat noch niemandem geschadet. Von daher ist natürlich auch klar, dass wir ein Stück weit in der Pflicht sind", sagte Kapitän Arne Feick, der fest an einen Sieg glaubt: "Es muss halt ein Anfang gemacht werden und dafür ist Mittwochabend natürlich prädestiniert."

Mit dem seit September sieglosen FC St. Pauli gab es bisher zwei Pflichtspielduelle. Einmal gewinnen die Kickers, einmal die Norddeutschen 1:0. Würzburg war am Wochenende mit einem 2:4 gegen den Karlsruher SC ins neue Jahr gestartet, St. Pauli verlor 1:2 bei der SpVgg Greuther Fürth.

Kein "Endspiel" für St. Pauli

St. Paulis Trainer Timo Schultz will dem Abstuegsduell nicht ganz die Bedeutung wie sein Würzburger Pendant Trares beimessen. "Ich bin weit davon entfernt, von einem Endspiel zu sprechen", sagte Schultz, aber: "Wir wissen, dass es für uns eine riesige Chance ist, mit drei Punkten vom direkten Abstiegsplatz runterzukommen und das Ding in eine andere Richtung zu drehen."

"Wir fahren voller Optimismus und Überzeugung nach Würzburg, wollen eine gute Leistung zeigen und hoffentlich die drei Punkte holen." St.-Pauli-Trainer Timo Schultz

Auch der FC St. Pauli hat sich noch einmal kurzfristig verstärkt: Vom englischen Zweitligisten FC Middlesbrough kommt Torwart Dejan Stojanovic, vom VfL Wolfsburg Stürmer Omar Marmoush. Beide wechseln auf Leihbasis bis zum Saisonende.