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Enttäuscht: Antonio Rüdiger und Joshua Kimmich

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WM-Qualifikation: Deutschland blamiert sich gegen Nordmazedonien

Das Qualifikations-Abschiedsgeschenk für Bundestrainer Joachim Löw ist der deutschen Nationalmannschaft reichlich misslungen. Die DFB-Elf kassierte in einer glanzlosen Vorstellung gegen Nordmazedonien eine bittere 1:2-Niederlage.

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  • BR24 Sport
  • Margot Lamparter

Nach den Erfolgen gegen Island (3:0) und in Rumänien (1:0) sollte es der dritte Sieg für die deutsche Nationalmannschaft werden. Im letzten WM-Qualifikations-Spiel unter Bundestrainer Joachim Löw hatte die DFB-Elf zunächst die besseren Chancen, konnte sie aber nicht in Zählbares ummünzen. "Die Enttäuschung bei uns allen ist riesengroß", sagte Löw: "Das Ziel waren neun Punkte, dass wir das aus der Hand gegeben haben, haben wir uns selber eingebrockt."

Die noch junge Fußballnation Nordmazedonien spielte dagegen einfach aber wirkungsvoll und feierte den verdienten Sieg. "Das darf nicht passieren", sagte Ersatzkapitän Ilkay Gündogan danach selbstkritisch im RTL-Interview. "Gefühlt war Nordmazedonien zweimal vor unserem Tor und hat zwei Mal getroffen, das ging zu leicht."

In der Tabelle rutschte Deutschland hinter Armenien und Nordmazedonien auf Rang drei ab.

Goretzka trifft die Latte

Löw hatte seine Startelf neben Robin Gosens nur auf einer weiteren Position verändert. Im Tor kam Marc-André ter Stegen für Stammkeeper Manuel Neuer zum Einsatz. Als Kapitän führte Ilkay Gündogan das DFB-Team als Kapitän an.

Nordmazedonien ging forsch in das erste Duell mit der deutschen Elf, die auf maximale Spielkontrolle setzte. In der 9. Minute lag dann auch schon der erste Treffer in der Luft. Leon Gortzka hatte ein Zuspiel von Kai Havertz direkt genommen und das Leder an die Latte gehämmert.

Für die Nordmazedonier gab es zunächst keinen Weg Richtung deutsches Tor. In der 24. Minute zeigten sie dann den ersten guten Angriff mit Arijan Ademi und Ezgjan Alioski, der aber von Emre Can im Fünfer geklärt wurde. Eine gute Chance vergab dann Serge Gnabry (31.) Der Bayernstar jagte den Ball aus sieben Metern weit über das Tor von Stole Dimitrievski.

Pandev nutzt seine Chance

Die nicht genutzten Chancen wurden kurz vor der Pause bestraft. Das DFB-Team hatte gut gearbeitet, die Gäste waren jedoch immer drangeblieben und hatten auf den richtigen Moment gelauert. Ter Stegen konnte in der 40. Minute mit einer starken Parade einen Treffer der Gäste verhindern. In der Nachspielzeit stand dann Goran Pandev völlig frei und machte das Tor zur 1:0-Führung. So hatte sich Löw den Pausenstand in seinem letzten WM-Qualifikationsspiel sicher nicht vorgestellt.

Elfmeter bringt DFB-Team ins Spiel zurück

Deutschland drängte auf den eigenen Treffer, doch es fehlte die zündende Spielidee. Und Nordmazedonien spielte munter mit. Die vermeintliche Wende brachte dann ein Foul an Leroy Sané. Den Strafstoß verwandelte Gündogan in der 63. Minute souverän zentral zum 1:1.

Werner vergibt Großchance zur Führung

Nach einem Handspiel von Can (76.) hat die DFB-Elf zudem noch Glück, dass es keinen Elfmeter für die Gäste gab. Das Pech kam nur kurz darauf dazu. Timo Werner stand frei vor dem Tor und schob den Ball wirkungslos rechts am Tor vorbei. Besser machte es Ademi, der Antonio Rüdiger alt aussehen ließ und Elmas erfolgreich bediente. Der netzte aus sieben Metern zum 2:1-Endstand ein.

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Bastian Schweinsteiger übt Kritik am Bundestrainer. Aus seiner Sicht könne man Jogi Löw aber nur einen Vorwurf machen. "Dass er eben nicht die besten Spieler, die es aktuell gibt, für die deutsche Nationalmannschaft auf den Platz gebracht hat."

Deutschland - Nordmazedonien 1:2 (0:1)

Deutschland: ter Stegen/FC Barcelona (28 Jahre/25 Länderspiele) - Ginter/Borussia Mönchengladbach (27/38) ab 89. Musiala/Bayern München (18/2), Rüdiger/FC Chelsea (28/40), Can/Borussia Dortmund (27/33), Gosens/Atalanta Bergamo (26/5) ab 56. Younes/Eintracht Frankfurt (27/8) - Kimmich/Bayern München (26/53), Goretzka/Bayern München (26/32) - Sane/Bayern München (25/28), Havertz/FC Chelsea (21/13) ab 56. Werner/FC Chelsea (25/38), Gündogan/Manchester City (30/45) - Gnabry/Bayern München (25/20). - Trainer: Löw

Nordmazedonien: Dimitrievski/Rayo Vallecano (27/40) - Ristovski/Dinamo Zagreb (29/63), Velkovski/HNK Rijeka (25/27), Musliu/Fehervar FC (26/29) - Nikolov/US Lecce (26/32) ab 59. Bejtulai/Tetovo (27/19), Alioski/Leeds United (29/42) ab 90. Ristevski/Ujpest Budapest (30/45) - Bardhi/UD Levante (25/34), Ademi/Dinamo Zagreb (29/23), Elmas/SSC Neapel (21/25) - Pandev/CFC Genua (37/117) ab 90. Stojanovski/FC Chambly (23/8), Trajkovski/RCD Mallorca (28/63) ab. 72. Spirovski/AEK Larnaka (30/39). - Trainer: Angelovski

Schiedsrichter: Sergej Karassew (Russland)

Tore: 0:1 Pandev (45.+2), 1:1 Gündogan (63., Foulelfmeter), 1:2 Elmas (85.)

Beste Spieler: - Velkovski, Pandev Gelbe Karten: Gosens, Rüdiger, Leroy Sane, Musiala, Can - Velkovski, Elmas, Pandev (2)

Erweiterte Statistik (Quelle: deltatre): Torschüsse: 11:7 Ecken: 2:5 Ballbesitz: 66:34 Prozent Zweikämpfe: 115:98

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Deutschland - Nordmazedonien