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Alexander Schmid verpasst WM-Bronze bei Parallelevent | BR24

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Bildrechte: Michael Kappeler/dp

Alexander Schmid verpasst beim erstmals ausgetragenen Parallel-Rennen nur knapp die Bronzemedaille. Die ersten Goldmedaillen in einem sportlich fragwürdigen WM-Wettbewerb gehen an Marta Bassino, Katharina Liensberger und Mathieu Faivre.

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Alexander Schmid verpasst WM-Bronze bei Parallelevent

Skirennläufer Alexander Schmid hat im Parallelevent bei der Ski-WM die fast sicher geglaubte Bronzemedaille verpasst. Im "kleinen Finale" rutschte er kurz vor dem Ziel aus. Gold ging an Mathieu Faivre (Frankreich).

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Von
  • Wolfram Porr

Linus Straßer scheiterte im Viertelfinale am Schweizer Loic Meillard, der in der Qualifikation die beste Zeit hin gelegt hatte. Zuvor war er mehr oder weniger kampflos gegen den Norweger Haugan weitergekommen, der sich im ersten Duell gleich nach dem Start an der Schulter verletzte und aufgeben musste. "Gegen Loic musst du voll auf Angriff fahren", sagte Straßer, der etwas enttäuscht war.

Für Stefan Luitz war schon im Achtelfinale Endstation. 0,20 Sekunden fehlten ihm gegen den Kroaten Filip Zubcic. "Es war schön, dass ich nach der Verletzung hier stehen kann. Ich war gut drauf, aber ich hatte im blauen Lauf einen Fehler, da hat man dann keine Chance mehr."

Neureuther mit deutlicher Kritik am Format

Für Diskussion sorgten die unterschiedlichen Kurse. Da der rote Kurs deutlich schneller war, hatten die Fahrer Vorteile, die zuerst auf dem langsameren blauen Kurs unterwegs waren und im zweiten Duell, dem sogenannten Re-Run, auf dem roten Kurs die maximal 0,50 Sekunden Rückstand aufholen konnten. Besonders augenscheinlich war das im Halbfinale der Männer: Filip Zubcic setzte sich dank des Re-Runs mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung gegen Loic Meillard durch. Dabei hatte Meillard den ersten Lauf deutlicher gewonnen, durfte aber nur 0,50 Sekunden Vorsprung in den Re-Run mitnehmen.

Felix Neureuther brachte dies am ARD-Mikrofon auf die Palme. "Das ist keine gute Werbung für den Skisport. Eine Katastrophe. Ich will so ein Format nicht bei einer WM sehen", schimpfte er und nahm umgehend Kontakt zu Renndirektor Markus Waldner auf, um sich zu beschweren.

Holzmann scheitert in der Qualifikation

Mit der zweitbesten Zeit aller 48 Starter hatte Alexander Schmid am Vormittag den Sprung in die Finalläufe geschafft. Stefan Luitz fuhr die viertbeste Zeit, Linus Straßer qualifizierte sich als Achtplatzierter. Sebastian Holzmann war ebenfalls gut unterwegs, schied kurz vor dem Ziel aber noch aus.

Filser verliert Duell gegen Brignone - Gold zweimal vergeben

Bei den Frauen hatte aus dem DSV-Team lediglich Andrea Filser das Achtelfinale erreicht. Ihre Teamkolleginnen Lena Dürr und Emma Aicher waren vorher ausgeschieden. Filser bekam es in ihrem K.o,-Duell mit der Italienerin Federica Brignone zu tun und war dort chancenlos.

Gleich zwei Läuferinnen holten Gold: Marta Bassino aus Italien und die zeitgleiche Österreicherin Katharina Liensberger Gold. Zunächst war nur Bassino als Weltmeisterin angezeigt und geehrt worden, ehe die Jury auch Liensberger Gold zusprach. Bronze ging an die Französin Tessa Worley, die im "kleinen Finale" gegen die US-Amerikanerin Paula Moltzan gewann.

"Die Qualifikation war wirklich super. Es war richtig cool, mit den Besten der Welt zu fahren und hier dabei zu sein", sagte Filser in der ARD-Sportschau.