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Das deutsche Dressurreitteam mit Isabel Werth, Dorothee Schneider, Sönke Rothenberger, Jessica von Bredow-Werndl (v.l.) bei der Siegerehrung

Jessica Bredow-Werndl brachte es mit einem Wort auf den Punkt: "Sensationell!" Die Dressurreiterin aus Aubenhausen/Tuntenhausen bei Rosenheim nahm zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teil und darf sich gleich eine Goldmedaille um den Hals hängen.

"Jessi hat super vorgelegt", lobte Bundestrainerin Monica Theodorescu den Auftaktritt der 32-jährigen. Von Bredow-Werndl hatte den ersten Tag mit ihrer elfjährigen Trakehnerstute eröffnet, Dorothee Schneider sorgte als zweite Reiterin auf dem in Bayern gezogenen Sammy Davis jr. dafür, dass das deutsche Team schon zur Halbzeit auf Goldkurs lag. Am zweiten Tag verteidigte Sönke Rothenberger auf Cosmo die Führung, bevor Isabel Werth, die Rekordreiterin im deutschen Team, mit ihrer Stute Bella Rose den Triumph mit deutlichem Vorsprung vor den USA und Großbritannien sicherte.

"Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht, gerade mit diesem wunderbaren Team." Bundestrainerin Monica Theodorescu

Für Werth war es bereits die achte Goldmedaille bei Weltmeisterschaften. "Das ist einfach Wahnsinn, es ist wirklich ein Kindheitstraum für mich in Erfüllung gegangen. Isabell hat es nicht mehr spannend und den Sack einfach zugemacht", sagte von Bredow-Werndl über den vierten deutschen Ritt, in dem Werth ihre Ausnahmeklasse unterstrich. Dabei war sie durchaus ein Risiko eingegangen: Bella Rose war drei Jahre verletzt, ihr Einsatz bei der WM nicht immer sicher. Dass es hieß, das sei ein Risiko, "hat mir zusätzliche Motivation gegeben", sagte Werth nach dem WM-Triumph.

Deutschland mit beeindruckender WM-Serie

Durch den Erfolg des Teams baute Deutschland eine beeindruckende Rekordserie in der Dressur aus. Seit der ersten WM 1966 siegten deutsche Teams bei vierzehn Titelkämpfen zwölf Mal. Nur in Aachen 1970 (WM-Gold UdSSR) und in Lexington/USA 2010 (Niederlande) standen die deutschen Dressurreiter nicht ganz oben auf dem Podest. Das Erfolgsteam ist bereits am Freitag erneut gefordert: der Einzelwettbewerb der Dressurreiter beginnt.

Audio: Isabell Werth führt bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA das deutsche Team zur Goldmedaille

Audio: Isabell Werth führt bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA das deutsche Team zur Goldmedaille

Das Endergebnis

  1. Gold: Deutschland (Jessica von Bredow-Werndl/Tuntenhausen - TSF Dalera BB, Dorothee Schneider/Framersheim - Sammy Davis Jr., Sönke Rothenberger/Homburg - Cosmo, Isabell Werth/Rheinberg - Bella Rose) 242,950 Prozent
  2. Silber: USA (Steffen Peters - Suppenkasper, Adrienne Lyle - Salvino, Kasey Perry-Glass - Goerklintgaards Dublet, Laura Graves - Verdades) 233,136
  3. Bronze: Großbritannien (Spencer Wilton - Super Nova II, Emile Faurie - Dono di Maggio, Carl Hester - Hawtins Delicato, Charlotte Dujardin - Mount St John Freestyle) 229,628
  4. Schweden 229,456
  5. Niederlande 223,664
  6. Spanien 220,186
  7. Dänemark 216,584
  8. Australien 210,016
  9. Belgien 207,499
  10. Russland 207,065