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WM-Eindrücke: "Super Stimmung, spielerisch noch Luft nach Oben" | BR24

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BR-Sportreporter Bernd Schmelzer

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    WM-Eindrücke: "Super Stimmung, spielerisch noch Luft nach Oben"

    BR-Sportreporter Bernd Schmelzer beobachtet und kommentiert die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen seit dem Jahr 1999. Wir haben mit ihm über die aktuellen Titelkämpfe, das deutsche Team und die vermeintlichen Favoriten gesprochen.

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    Wir erreichen Schmelzer auf dem Weg nach Paris. 4,38 Millionen Zuschauer haben den von ihm kommentierten Auftaktsieg des deutschen Teams bei der Fußballweltmeisterschaft der Frauen verfolgt. Das entspricht 33 Prozent Marktanteil und zeigt, dass das WM-Fieber schon ausgebrochen ist.

    Am Montag kommentiert Schmelzer in Paris die Partie Argentinien gegen Japan. Fünf Wochen ist er jetzt in Frankreich, bis zum Finale. Das kommentiert er auch. Seit 1999 beobachtet er die Frauen-Weltmeisterschaften. Die WM 2019 ist die Fünfte, die er verfolgt, nur ein einziges Mal hat er die Titelkämpfe ausgelassen. Im Interview erzählt er seine ersten Eindrücke von diesen Titelkämpfen.

    Das Auftaktspiel der DFB-Frauen wie lief’s?

    "Letztlich war das ein glücklicher Sieg und es bleibt viel Luft nach Oben. Vor allem in der Abwehr war das teilweise verwegen, was die deutschen Spielerinnen gezeigt haben. Spielerische Lösungen waren noch Mangelware und die wenigen Torchancen hätten die Frauen besser nutzen müssen."

    Welchen Eindruck hinterlässt die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg?

    "Sie ist sehr akribisch und prinzipiell immer positiv. Sie scheint einen Plan zu haben, wie sie das Turnier spielen will und macht einen entspannten und lockeren Eindruck."

    Wie ist die Stimmung bei dieser WM?

    "In Rennes war die Unterstützung und die Stimmung war gut und das, obwohl das Stadion mit rund 15.000 Zuschauern nur halbvoll war. Aber es waren viele deutsche Fans da – auch in der Stadt und viele Familienmitglieder und Freunde der Spielerinnen haben sie angefeuert."

    Bei der WM gibt es kleine und riesige Stadien – gut so?

    "In Rennes war es super. Bei den großen Stadien muss man mal abwarten. Das Eröffnungsspiel in Paris war ausverkauft, da hatte ja aber Frankreich gespielt. Das Halbfinale und das Finale sind schon fast ausverkauft. Das Spiel Japan gegen Argentinien am Montag – das wird ein Gradmesser für die Zuschauerzahl. "

    Die bayerischen Aktiven – welche Rolle spielen sie?

    "Die Siegtorschützerin Giulia Gwinn vom SC Freiburg wechselt am 1. Juli zum FC Bayern München. Dementsprechend hat sich auch die Managerin Karin Danner besonders gefreut, dass ihr ‚Neuzugang das entscheidende Tor geschossen hat‘. Bis auf Leonie Mayer haben alle Münchnerinnen beim Auftakt gespielt. Kathrin Hendrich stand in der Anfangsformation, dazu Sara Däbritz und Melanie Leupolz. Lina Magull wurde eingewechselt. "

    Wie weit kommt die deutsche Mannschaft?

    "Ich hoffe, dass sie das Viertelfinale erreichen. Danach entscheidet die Tagesform - und das Glück gehört dann auch dazu."

    Wer sind die Favoritinnen?

    "Bisher haben wir noch wenig gesehen. Alles ist noch unglaublich offen. Ungefähr zehn Mannschaften kommen für den Titel in Frage – Deutschland gehört auch dazu."