Schneekanonen und Flutlicht - aus dem Wintersport nicht mehr wegzudenken

Schneekanonen und Flutlicht - aus dem Wintersport nicht mehr wegzudenken

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    Wintersport befürchtet Ausfälle wegen Energiekrise

    Wintersport befürchtet Ausfälle wegen Energiekrise

    Einen Monat bevor die Alpinen auf dem Rettenbachferner in die neue Weltcupsaison starten, warnen die FIS und die IBU vor den Auswirkungen der Energiekrise auf den Wintersport. Die Verantwortlichen erwarten Verschiebungen und Ausfälle.

    Ohne Schneeproduktion und Flutlicht geht bei vielen Wintersportarten nichts mehr, daher schlagen FIS und IBU in Anbetracht der Energiekrise nun Alarm. Beide Verbände rechnen mit Einschränkungen durch die steigenden Energiepreise. Der internationale Biathlonverband setzt aber auf den familiären Zusammenhalt im Weltcup um Wettkampf-Absagen zu verhindern. "Wir haben es in der Biathlon-Familie in der Vergangenheit immer geschafft, kurzfristig Ersatz zu finden. In der Corona-Pandemie ist deshalb auch kein Wettbewerb abgesagt worden", erklärte IBU-Kommunikationsdirektor Christian Winkler.

    Zudem werden bereits jetzt Vorkehrungen getroffen: Die Organisationskomitees von IBU-Veranstaltungen sind aufgefordert, energetische Einsparmöglichkeiten zu prüfen und an entsprechenden Stellschrauben zu drehen, ergänzte Daniel Böhm, Sportdirektor der IBU.

    FIS erwartet Kritik an Veranstaltungen

    Die FIS befürchtet nicht nur direkte Einschränkungen aufgrund der Energiekrise, sondern auch Probleme mit der Akzeptanz von energieintensiven Großveranstaltungen in diesem Winter: Es sei nicht einfach, wenn die Menschen Wasser und Strom sparen müssten, nebenan aber Wettbewerbe vorbereitet und durchgeführt würden. Man sei aber optimistisch, dies händeln zu können.

    Verbände bereiten sich auf Probleme vor

    Generell geht FIS-Generalsekretär Michel Vion davon aus, dass Weltcups kurzfristig verlegt werden könnten, um Ausfälle zu vermeiden. "Kommt eine Absage einen Monat vor dem geplanten Termin, ist das aber nicht mehr möglich," sagte der FIS-Generalsekretär.

    Bei der IBU gebe es bereits eine Arbeitsgruppe, die konkrete Handlungsformate erarbeite. Ziel sei es, zeitnah mit den Veranstaltern und örtlichen Organisationskomitees auf Probleme reagieren zu können. Die Wintersport-Verbände sind also bemüht, das Weltcupprogramm trotz Krise möglichst normal durchzuziehen.

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