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Die Niederlage wirkt im Team von Bundestrainer Joachim Löw nach. Toschütze Mats Hummels meldet sich über die Sozialen Medien zur unglücklichen Aktion. "Sind enttäuscht", sagt Toni Kroos. "Waren nicht mutig genug", findet Joshua Kimmich.

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Wie muss Deutschland gegen Portugal spielen, um weiterzukommen?

Nach dem 0:1 gegen Frankreich zum EM-Auftakt ist für das DFB-Team noch nichts verloren, es bleiben mehrere Optionen auf den Einzug ins Achtelfinale - selbst wenn ein Sieg gegen Portugal ausbleiben sollte.

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"Die Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders, weil mein Eigentor das Spiel am Ende entschieden hat", schrieb der Schütze des spielentscheidenden Eigentors gegen Frankreich, Mats Hummels, auf Instagram.

EM-Modus: Auch ohne Sieg ist das Vorrunden-Aus nicht besiegelt

Trösten kann ihn, dass bei der EM in diesem Jahr - anders als bei der Weltmeisterschaft vor drei Jahren, als das spätere Turnier-Aus schon im zweiten Spiel gegen Schweden (2:1) drohte - nach dem zweiten Spiel ein mögliches Aus selbst dann nicht besiegelt, wenn die Truppe von Bundestrainer Löw am Samstagabend gegen Portugal (Samstag 18:00 Uhr/ARD und in der B5-Radio-Livereportage) sieglos bleiben sollte.

Möglich wird dies durch den Turniermodus, der auch vier der sechs Gruppendritten den Einzug in die K.o.-Runde gewährt. Das Vorbild kann der nächste Gegner in München sein. Portugal zog bei der EM-Endrunde 2016 mit nur drei Zählern als Gruppendritter ins Achtelfinale ein und wurde später doch Europameister.

"Wir haben verloren und sind alle enttäuscht, aber es ist nichts passiert. Wir haben noch zwei Spiele, da können wir das alles geradebiegen." Bundestrainer Joachim Löw

Die möglichen Szenarien für den Achtelfinal-Einzug:

  • Bei einem Sieg gegen Portugal ist für Deutschland wieder alles drin. Dann könnte Platz zwei aus eigener Kraft erreicht werden, es wäre sogar wieder der Gruppensieg möglich. Aber Achtung: Würde im dritten Spiel gegen Ungarn eine Niederlage folgen, könnte das doch noch das frühe EM-Aus mit sich bringen. Heißt: Selbst mit einem Sieg gegen Portugal ist die DFB-Elf nicht sicher weiter.
  • Bei einem Remis gegen Portugal wird es noch enger. Nur ein (hoher) Sieg gegen Ungarn würde noch Platz zwei möglich machen. Für ein Achtelfinal-Ticket als Gruppendritter müsste wohl auch ein Erfolg gegen die Magyaren her, nur zwei Zähler dürften als Dritter kaum für die K.o.-Runde ausreichen. Wichtig für die Rechenspiele ist dann auch, dass Ungarn einen Punkt gegen Frankreich geholt hat.
  • Bei einer Niederlage gegen Portugal erhöht sich der Druck enorm. Da Frankreich gegen Ungarn einen Punkt geholt hat, wären Platz eins und zwei dann schon unerreichbar. Es bliebe nur die Chance, durch einen Sieg gegen Ungarn noch als Gruppendritter weiterzukommen. Das Aus könnte dann durch Resultate in anderen Gruppen bis zum letzten Spieltag am Mittwoch dann aber schon besiegelt sein. So oder so muss der Rechenschieber beim Spiel gegen Ungarn parat liegen.

Fokus auf das Spiel gegen Portugal

Auch wenn der deutschen Nationalmannschaft also noch alle Türen offenstehen, so hat die Truppe selbst ihre Ambitionen auf einen Sieg am Samstag gegen Portugal deutlich gemacht. Von Selbstzweifeln und Verunsicherung ist vor der hitzigen Kraftprobe mit Portugals EM-Champions um Cristiano Ronaldo bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft jedenfalls nichts zu spüren.

Bundestrainer Löw schwor seine Spieler mit einer leidenschaftlichen Ansprache auf das zweite Gruppenspiel in der Münchner Arena ein. "Er hat uns nochmal heiß gemacht. Er hat uns schon gesagt, dass wir jetzt langsam in den Wettkampfmodus kommen müssen", erzählte Bayern-Profi Kimmich.

Löw machte genau deutlich, worauf es jetzt ankommt. "Wir brauchen viele Schlüsselspieler, wenn wir Portugal schlagen wollen", sagte der 61-Jährige am Freitag kurz vor der Abfahrt aus dem Trainingscamp in Herzogenaurach nach München. Leichter als bei der nicht bestandenen Prüfung gegen den Weltmeister wird es jedenfalls gegen einen "ähnlich starken und eingespielten Gegner" nicht. "Man muss jede Sekunde hellwach sein", erklärte Löw bei Magenta TV und forderte: "Wir müssen mehr nach vorne spielen."

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