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Bundesliga-Neustart: 52 % unserer Nutzer finden es ungerecht | BR24

© Picture alliance/dpa Montage: BR

Frage der Woche: Wie fragil ist der Neustart der Saison? Und: Wie gerecht ist er?

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    Bundesliga-Neustart: 52 % unserer Nutzer finden es ungerecht

    Viele Fans haben den Neustart der Bundesliga herbeigesehnt. Doch es ist ein fragiles Vorhaben. Unsere Frage der Woche: "Wie fragil ist der Neustart? Und: Wie gerecht ist er? 48 Prozent finden ihn richtig, 52 Prozent halten ihn für ungerecht.

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    Bei Heute im Stadion hatten Sie die Chance bei der "Frage der Woche" - "Wie fragil ist der Neustart der Saison? Und: Wie gerecht ist er?" - abzustimmen und mitzureden! Bei unserer Facebook-Abstimmung hielten sich für und wieder fast die Waage.

    Auch bei den Kommentaren gab es Für- und Gegen-Stimmen zur Chance, den Fußballbetrieb jetzt neu zu starten. Dazu haben die Menschen in Corona-Zeiten unterschiedliche Standpunkte und Perspektiven.

    "Da platzt einem doch gleich der Kragen", sagt beispielsweise Funkmesser. Und erklärt auch, warum das aus einer Sicht so ist: "Wir Feuerwehrleute haben Ausbildungs- und Übungsverbot wegen Corona und den Fussball lässt man laufen? Also wenn irgendwo was brennt: Ruft den DFB an und vergesst die 112!"

    Haegar sieht die Problematik, aber das Leben "muss auch mal wieder weitergehen ... Oder so ähnlich. Ich kann das Wort Corona nicht mehr hören, insofern finde ich diesen 'Laborversuch' recht spannend. Testspiele und Bundesliga der Frauen (Länderspiele) werden auch übertragen, und die finden zumeist auch ohne Zuschauer vor Ort statt."

    Auch am Konzept gibt es Zweifel: "Wie man jetzt an Herrn Herrlich aus Augsburg sieht, ist das ganze Konstrukt ohne jedes Fundament Den Schaden, den Herrlich oder auch Kalou dem Fußball zugefügt haben, ist schwer wieder gut zu machen. Da müssten beide Vereine über konsequente und harte Entscheidungen nachdenken. Insgesamt ist trotz aller guter Vorsätze und Ideen zu befürchten, dass man die Saison nicht zu Ende spielen wird", meint etwa Simon Gröbner.

    Felix_K: "Prinzipiell muss ich sagen, dass ich froh bin, dass es wieder los geht. Allerdings können die Vereine nicht auf die gleichen Voraussetzungen zurückgreifen. Beispielsweise spielen die Wolfsburger ja immer in einem leeren Stadion, die merken gar keinen Unterschied."

    Hält das Hygienekonzept der DFL stand

    Das Hygienekonzept der DFL hat bereits den ein oder anderen Coronafall zu Tage gebracht, und somit weitere Ansteckungen verhindert. Trotzdem haben diese Fälle aber auch massive Fragen aufgeworfen. Nur ein Beispiel: Bei Köln mussten nur drei Personen in Quarantäne, bei Dresden die ganze Mannschaft. Und während der 1. FC Köln beim Wiederanpfiff mitmachen kann, müssen die Sachsen in der zweiten Liga noch bis inklusive des kommenden Wochenendes komplett aussetzen. Klar: Die Sachsen haben die Fälle erst entdeckt, nachdem sie wieder zusammen trainiert haben, bei Köln war es nur eine kleine abgegrenzte Trainingsgruppe.

    Aus der Quarantäne gleich wieder zurück auf den Platz

    Doch jeder weitere Fall droht das Gebilde ins Wanken zu bringen, zumal es unwahrscheinlich erscheint, dass eine Mannschaft, die frisch aus der Quarantäne kommt, gleich ein paar Tage drauf nach nur wenigen Trainingseinheiten wieder bei 100 Prozent Leistungsvermögen angekommen ist. Ob das sportlich fair ist, das bleibt dahingestellt.

    Puzzlesaison mit wenig Platz für einen Plan B

    So oder so: Es droht eine Puzzlesaison – und die kann man nicht beliebig lange fortführen. Zum 30. Juni soll in der ersten und zweiten Liga Schuss sein. Jetzt ist Mitte Mai, und es sind noch neun Spieltage vor der Brust. Viel Platz für einen Plan B ist da nicht.

    Zahlreiche Fragen sind offen

    Viele fragen sich: Was passiert eigentlich, wenn tatsächlich ein Spieler oder Betreuer trotz der hohen Standards und Rückzug in isolierte Hotels jetzt erkrankt? Was passiert, wenn man zuvor gegen ein anderes Team gespielt hat? Droht die Liga zu zerfleddern? Oder vielleicht sogar doch noch das endgültige Aus? Und: Könnten vielleicht auch die Behörden das ganze auch noch ins Wanken bringen?