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Werner "Beinhart" Lorant wird 70 | BR24

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© BR Sport/Achim Hofbauer

Werner Lorant ist eine Löwenlegende. Der oft knurrige Coach führte den TSV 1860 von der Bayern- in die Bundesliga. Berüchtigt sind auch seine Wutanfälle am Spielfeldrand.

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Werner "Beinhart" Lorant wird 70

Kult-Trainer Werner Lorant wird 70 Jahre alt. Nicht nur beim TSV 1860 München haben sie ihn in bester Erinnerung. Mit unvergesslichen Sprüchen und mancher verrückten Aktion hat er sich unvergesslich gemacht. Heute lebt Lorant auf einem Campingplatz.

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© picture alliance/dpa

Kult-Trainer Werner Lorant

Graue Starkstromfrisur, markige Sprüche, viele Zigaretten und legendäre Ausraster am Spielfeldrand: Werner Lorant gilt beim Traditionsverein TSV 1860 München als Legende. Von Juli 1992 bis 2001 führte er die Löwen von der 3. Liga bis auf die Bühne Europas. In der Saison 1999/2000 gewannen seine Sechziger gleich zweimal gegen den großen Stadtrivalen FC Bayern, Lorant fuhr darauf hupend durch die Säbener Straße und fragte enttäuschte Bayern-Fans, "ob jemand gestorben ist".

2000 scheiterten die Löwen nur denkbar knapp an Leeds United in der Qualifikation zur Champions League. Im Oktober 2001 musste Lorant den TSV 1860 allerdings verlassen und schied von Kult-Präsident Karl-Heinz Wildmoser im Streit. "Er will Zweiter werden, ich will Erster werden – das ist der Unterschied", sagte Lorant mal über Wildmoser.

Lorant lebt auf einem Campingplatz

Anschließend fasste er bei zahlreichen Stationen in der Türkei, Südkorea, China, der Slowakei, auf Zypern, im Iran oder auch in Deutschland (Ahlen, Unterhaching) nie mehr so richtig Fuß. Heute lebt Lorant mit seiner Freundin Brigitte und seinem Hund Jackson auf einem Campingplatz in Waging am See in Oberbayern. Dort hat er eine Penthouse-Wohnung und leitet im Sommer eine Fußballschule für Kinder zwischen fünf und 15 Jahren. Es gehe ihm gut, hört man zu seinem 70. Geburtstag.

© picture alliance/dpa

Werner Lorant im Löwenstüberl am Trainingsgelände des TSV 1860 München

"Nur wenn sich einer das Bein bricht..."

Lorant ist das älteste von sieben Kindern, hat Maler und Anstreicher gelernt, früh zeichnete sich bei ihm jedoch das Talent zum Fußballprofi ab. Als schonungsloser Defensivspieler grätschte er unter anderem für Borussia Dortmund, Rot-Weiss Essen und Eintracht Frankfurt. Seinem Gegenspieler Jupp Kapellmann griff Lorant einst so stark ins Gemächt, dass der Nationalspieler ins Krankenhaus musste. Als Trainer wechsele er Spieler nur aus, "wenn sich einer ein Bein bricht", sagte er später polemisch. Einstecken und vor allem Austeilen - so war der an der Seitenlinie nicht selten cholerische Lorant auch als Trainer. In seinen Worten: "Die Spieler sollen rennen und das Maul halten."

© BR Sport

"50 Jahre Bundesliga" - das war für den BR Grund genug, zurückzuschauen. Zum Interview kam auch Werner Lorant, Kulttrainer des TSV 1860 München.