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"Weltbester Torhüter": Flick gibt Neuer Rückendeckung | BR24

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Bayern Münchens Trainer Hansi Flick hat nach dem Transfer von Alexander Nübel an der künftigen Rangordnung der Torhüter beim deutschen Fußball-Rekordmeister keinen Zweifel gelassen.

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"Weltbester Torhüter": Flick gibt Neuer Rückendeckung

Es ist das beherrschende Thema im Trainingslager des FC Bayern in Katar: Die Verpflichtung von Alexander Nübel. Trainer Flick begrüßt den Transfer, lässt aber an der künftigen Rangordnung der Torhüter beim Rekordmeister keinen Zweifel.

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"Manuel Neuer ist aktuell der weltbeste Torhüter. Deshalb glaube ich, dass Bayern alles daran setzen wird, mit ihm zu verlängern", sagte Flick zum Auftakt des Trainingslagers in Katar. Die Bayern verpflichteten am Samstag den Schalker Nübel ab der kommenden Saison. Der Vertrag von DFB-Kapitän Neuer bei den Bayern läuft noch bis 2021. Zuletzt war aber wiederholt über eine Verlängerung des 33-Jährigen bis 2023 spekuliert worden.

"Bayern hat die Chance genutzt, um einen sehr talentierten Torhüter nach München zu holen. Das ist sehr weitsichtig." Hansi Flick

Nübel - ein Münchner Zukunftsprojekt

Der 23-jährige Nübel soll auf lange Sicht den ein Jahrzehnt älteren und kurzfristig unantastbaren Kapitän Manuel Neuer als Nummer eins ablösen. Neuer selbst hat sich nach der Verpflichtung von Nübel noch nicht geäußert. Er soll das aber noch in Doha tun.

Nübel ist ein Münchner Zukunftsprojekt - und ein gutes Geschäft. Der von einigen europäischen Topklubs umworbene Torwart war ablösefrei zu haben und kann zum neuen Neuer aufgebaut werden. Der langfristige Vertrag bis 2025 ist ein Beleg dafür, dass die Münchner Bosse in ihm den geeigneten Nachfolger sehen. Der selbstbewusste Nübel tauscht dafür den Stammplatz auf Schalke und die dortige Leaderposition gegen die Reservisten- und Kronprinzenrolle in München ein.

Und Neuer ist ein ideales Vorbild für Nübel. Der Bayern-Kapitän kam 2011 ebenfalls von Schalke (für 30 Millionen Euro), war aber damals schon Deutschlands Nummer eins. Aber erst in München stieg Neuer zum Welttorhüter, Weltmeister und Champions-League-Sieger auf. Bayern verheißt Nübel ebenfalls Titel, dauerhaft Champions League, viel Geld und gute Aussichten, nach einer EM als talentierter U21-Keeper irgendwann auch Turniere als richtiger Nationaltorwart zu erleben.

Nübel nach Transfer-Bekanntgabe bei Schalke als Kapitän abgesetzt

Der Weg dahin dürfte steinig werden. Auf Schalke wurde Nübel nach dem bestätigten Wechsel nach München prompt als Kapitän abgesetzt. Seinen Stammplatz im Tor könnte er dauerhaft an Markus Schubert verlieren. Der Stellvertreter wird mindestens die ersten zwei Rückrundenspiele bestreiten, weil Nübel dann noch gesperrt ist.

Das Torwart-Duell Neuer kontra Nübel am 25. Mai in München fällt damit sehr wahrscheinlich aus. Der Konkurrenzkampf geht also erst im Sommer los. Die spannende Frage lautet dann, ob der ehrgeizige Allesspieler Neuer tatsächlich Spiele an seinen Kronprinzen abtritt, wie es Nübel angeblich vom Verein zugesagt wurde. Laut "Sport Bild" soll Sportdirektor Hasan Salihamidzic darüber schon mit Neuer gesprochen haben. Von 15 Partien war in dem Bericht die Rede.

Neuer wird der künftige Konkurrent nicht nervös machen. Er kennt das aus der Nationalelf, wo Marc-André ter Stegen ihn bedrängt, aber seit Jahren nicht verdrängen kann. Neuer schätzt Nübel. Weniger spielen will er aber sicherlich nicht. Eins ist aber klar: Der Übergangsprozess birgt Konfliktpotenzial und verlangt von allen Beteiligten Fingerspitzengefühl.