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Noch vor vier Jahren gehörte Oliver Zeidler zum deutschen Spitzennachwuchs im Schwimmen. Mit 20 stieg er dann erstmals in ein Ruderboot und gewinnt seitdem fast alles. Inzwischen ist er sogar Top-Favorit auf olympisches Gold im Einer

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Welt- und Europameister Zeidler will Gold beim Olympia-Debüt

Ruderer Oliver Zeidler aus Schwaig in Oberbayern kommt als amtierender Welt- und Europameister zu den Olympischen Spielen. Jetzt will er auch die olympische Goldmedaille einfahren: "Wenn ich hinfahre, möchte ich auch gewinnen."

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Von
  • Robert Müller

Erst vor rund fünf Jahren ist Oliver Zeidler erstmals in ein Boot gestiegen. Zuvor war der 24-Jährige als Schwimmer zwei Mal Deutscher Meister. Doch nachdem sich seine Trainingsgruppe bei der SG Stadtwerke München auflöste, begann er Ende 2016 im Alter von 20 Jahren mit dem Rudern.

Erste Erfolge in kürzester Zeit

Es folgte ein kometenhafter Aufstieg. Nach dem zweiten Platz bei den U23-Europameisterschaften 2017 in Kruszwica und dem sechsten Platz bei der Weltmeisterschaft 2018 in Plowdiw kam er bei den großen Wettkämpfen nahezu immer als Erster über die Ziellinie.

Zweimaliger Europameister und einmal Weltmeister

Bei den Europameisterschaften 2019 in Luzern gewann er seinen ersten Titel. Im gleichen Jahr wurde er im österreichischen Ottensheim Weltmeister. In Posen verfehlte er bei der EM als Vierter zwar das Podium, holte sich den Titel aber bereits ein Jahr später bei den europäischen Titelkämpfen 2021 im italienischen Varese zurück.

Zeidler stammt aus einer Ruderer-Familie

Trainiert wird der Olympiastarter von seinem Vater Heino, der im Jahr 1994 im Zweier mit Steuermann WM-Vierter wurde. Zeidlers Großvater Hans-Johann Färber war im Jahr 1972 Olympiasieger im Vierer mit Steuermann.

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Hans-Johann Färber erklärt 1997 im Gespräch mit dem damaligen BR-Sportchef Eberhard Stanjek die Renntaktik des olympischen Vierer-Ruderfinales 1972. 2019 gewann sein Enkel Oliver Zeidler mit einer ähnlichen Strategie WM-Gold im Einer.

Tante Judith wie der Großvater Olympiasieger

Zeidlers Onkel Matthias Ungemach war 1990 Weltmeister im Achter und 1991 im Vierer mit Steuermann, Tante Judith Zeidler 1988 Olympiasiegerin im DDR-Achter. Ihr und dem Großvater will er es jetzt nachmachen.

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Die einzige BRD-Goldmedaille der Ruderer bei den Olympischen Sommerspielen 1972: Der "Bullenvierer" gewinnt vor der DDR. Das Finalrennen, 1997 kommentiert von Olympiasieger Hans-Johann Färber und dem damaligen BR-Sportchef Eberhard Stanjek.

Einer-Rudern bei Olympia

  • 23. Juli, 2.20 Uhr: 6. Vorlauf mit Oliver Zeidler
  • 26. Juli ab 2.40 Uhr: Viertelfinalläufe
  • 27. Juli ab 1.30 Uhr: Halbfinalläufe C/D
  • 28. Juli, 4.18 Uhr und 4.28 Uhr: Halbfinalläufe
  • 29. Juli, ab 1.30 Uhr: Finalläufe D, E, F
  • 30. Juli, ab 1.57 Uhr: Finalläufe B,C
  • 30. Juli, 2.45 Uhr: Finale