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Welt-Doping-Agentur "enttäuscht" von IOC-Entscheidung | BR24

© pa/dpa/Michael Kappeler

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    Welt-Doping-Agentur "enttäuscht" von IOC-Entscheidung

    Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat die Entscheidung des IOC im Fall Russland "zur Kenntnis genommen" und sich "enttäuscht" darüber gezeigt, dass das IOC dem im McLaren-Report empfohlenen kompletten Ausschluss russischer Athleten nicht gefolgt ist.

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    "Ein Ausschluss der russischen Athleten hätte eine ganz klare zukunftsorientierte Linie aufgezeigt", wird WADA-Chef Craig Reedie in dem Statement zitiert, das die Organisation in der Nacht zum Montag vorlegte. Der McLaren-Report habe schließlich "jenseits aller Zweifel ein staatlich gestütztes Doping-Programm in Russland dargelegt, das die Prinzipien eines sauberen Sports im Einklang mit dem WADA-Code ernsthaft untergräbt".

    Die WADA respektiere natürlich "die Autorität des IOC, Entscheidungen auf Basis der Olympischen Charta zu treffen", sagte WADA-Generalsekretär Olivier Niggli. Die vom IOC genannten Argumente und Kriterien wiesen allerdings darauf hin, dass der saubere Athlet deutlich weniger geschützt sei. Sehr betroffen sei die WADA auch von der Nachricht, dass Whistleblowerin Julia Stepanowa in Rio nicht starten darf. Stepanowa habe mit viel Mut "den größten Dopingskandal der Geschichte aufgedeckt". Die Botschaft, die ihr Startverbot an alle Whistleblower der Zukunft aussende, "bereitet der WADA große Sorgen".

    Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßte es dagegen, dass das IOC nicht alle russischen Sportler ausschloss. DOSB-Chef Alfons Hörmann nannte die Entscheidung konsequent und nachvollziehbar sowie im Sinne des Fair Play.