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Markus Weinzierl

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Weinzierl will "Rekord von Gerd Müller schützen"

Der FC Augsburg kann am letzten Spieltag der Bundesliga befreit gegen Meister FC Bayern aufspielen. Trainer Markus Weinzierl gibt dennoch ein Ziel vor: Seine Mannschaft soll Robert Lewandowski stoppen und den "Rekord von Gerd Müller" beschützen.

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  • BR24 Sport

Mit einem Bodyguard für Bayern-Torjäger Robert Lewandowski will Augsburgs Trainer Markus Weinzierl in München den Bundesliga-Torrekord seines "Idols" Gerd Müller beschützen. "Wir überlegen, einen Spieler abzustellen, der Lewandowski überall auf dem Platz hinterherläuft", kündigte der FCA-Coach an.

Vor dem letzten Spieltag am Samstag mit dem bayerischen Duell FC Bayern - FC Augsburg (Anstoß 15.30 Uhr, Liveeinblendungen bei Heute im Stadion auf Bayern 1) halten Lewandowski und Bayern-Legende Müller mit jeweils 40 Treffern gemeinsam die Bestmarke.

"Gerd Müller war in der Jugend mein Idol. Und er war mein Co-Trainer bei den Bayern-Amateuren. Ich kenne ihn gut und schätze ihn unheimlich, deshalb würde ich mir wünschen, dass der Rekord zweigeteilt bleibt", sagte Weinzierl zu seiner Besondere Beziehung zum einstigen "Bomber".

"Wir müssen Lewandowski in Manndeckung nehmen, um den Rekord von Gerd Müller zu schützen. Lewandowski wäre mir noch sympathischer, wenn er den Rekord nicht brechen würde." Markus Weinzierl, Trainer FC Augsburg
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Bei den Fußballfans und seinen Mitspielern ist Gerd Müller, der "Bomber der Nation", fest im Gedächtnis verankert. Doch der Nördlinger selbst kann sich an seine Heldentaten nicht mehr erinnern und feierte einen traurigen 75. Geburtstag.

Weinzierl fordert: "Guten Schlusspunkt setzen"

Die Augsburger können beim deutschen Fußball-Meister ohne großen Druck aufspielen, da sie den Klassenerhalt vor einer Woche mit dem 2:0 gegen Werder Bremen vorzeitig geschafft haben. Trotzdem sei es "wichtig, dass wir einen guten Schlusspunkt setzen", mahnte Weinzierl. Es werde "eine Riesenherausforderung, nach den Feierlichkeiten den Schalter nochmal umzulegen".

Neben dem schon länger verletzten Innenverteidiger Felix Uduokhai wird in München Außenverteidiger Iago ausfallen. Der 24 Jahre alte Brasilianer spielte in den vergangenen Wochen mit Schmerzen im Knie. Eine Operation sei aber nicht nötig, berichtete Weinzierl. Iago soll zur neuen Saison wieder einsatzfähig sein.

Weinzierl hofft auf "normalere Saison" mit Zuschauern

Für die kommende Saison gibt sich Weinzierl zuversichtlich, dass nach der weitgehenden Geisterspiel-Saison 2020/21 eine Rückkehr zur Normalität gelingt. "Ich habe die große Hoffnung, dass wir das Tal durchgestanden haben. Ich hoffe auf eine normalere Saison mit Zuschauern", sagte der FCA-Coach.

Beim Saisonfinale an diesem Samstag in München gegen den deutschen Meister FC Bayern sind 250 Zuschauer in der Münchner Arena zugelassen. Die Augsburger konnten in ihrer Arena in dieser Saison nur einmal beim Sieg gegen Borussia Dortmund vor 6.000 Zuschauern antreten.

Wegen Corona-Pandemie: "Müssen behutsam mit Geld umgehen"

Weinzierl berichtete am Freitag zudem, dass seine Spieler, die Betreuer und auch er sehr froh seien, wenn sie nach der Partie in München die zehntägige Quarantäne-Trainingslager beenden könnten. Alle 18 Erstligisten mussten sich zur Sicherung des Spielbetriebs an den letzten beiden Spieltagen in einem Teamhotel insolieren.

Dem FCA habe die Corona-Pandemie wie allen Vereinen zugesetzt, sagte Weinzierl, gerade auch finanziell. "Wir werden sehr behutsam mit dem Geld umgehen müssen", sagte er zur anstehende Kaderplanung für die kommende Saison. "Die richtige Kaderstruktur zu wählen, ist sehr wichtig", so der 46-Jährige.