BR24 Logo
BR24 Logo
Sport

Vor dem Bundesligaknaller: Gladbach bleibt bescheiden | BR24

© BR24 Sport

Am Samstag findet das Top-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern statt. Gladbachs Trainer Marco Rose zollt dem Rekordmeister großen Respekt.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Vor dem Bundesligaknaller: Gladbach bleibt bescheiden

Markige Kampfansagen sind den Konkurrenten des FC Bayern München in den letzten Jahren selten gut bekommen. Bei Tabellenführer Borussia Mönchengladbach ist man deshalb gut beraten, den Ball flach zu halten. Aber nicht alle halten sich daran.

1
Per Mail sharen
Teilen

"Bye-bye Bayern!" Wer erinnert sich nicht an Klaus Toppmöllers Spruch, als der damalige Trainer von Eintracht Frankfurt sein Team in der Saison 1993/94 nach einem großartigen Saisonauftakt mit 13:1 Punkten und einer Niederlage der Münchner in Bremen schon als kommenden Meister wähnte. Nur eins von vielen Beispielen dafür, dass verfrühte großspurige Prognosen nicht unbedingt zum Erfolg führen. Auch deshalb ist man bei Borussia Mönchengladbach vor dem Topspiel gegen den Rekordmeister am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr/"Heute im Stadion" überträgt die Partie live in Einblendungen auf Bayern 1) eher zurückhaltend.

Rose: "Wir brauchen eine Top-Leistung"

Trainer Marco Rose jedenfalls will die Bayern nicht zusätzlich anstacheln, indem er sie verbal herausfordert. Vielmehr stapelt der 43-Jährige tief, wenn er sagt: "Wir freuen uns, dass wir da oben stehen. Es sind aber erst 13 Spieltage gespielt. Wir tun gut daran, weiter von Spiel zu Spiel zu schauen." Nach dem überzeugenden 4:2-Erfolg gegen den SC Freiburg am vergangenen Wochenende ließ er sich immerhin zu dem Satz hinreißen: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, natürlich auch am Samstag gegen Bayern München." Auf der Pressekonferenz am Donnerstag (05.12.2019) klang es so: "Unser Anspruch ist es, unabhängig vom Gegner auf den Platz zu gehen und Spiele zu gewinnen." Und weiter: Für einen Coup gegen die Bayern brauche es aber eine "Top-Leistung".

Vogts bringt Weisweiler ins Spiel

Es ist ja auch klar: Sollte Gladbach am Samstag gegen die Bayern verlieren, betrüge der Vorsprung nur noch einen Zähler. Jeder Spruch, den die Gladbacher vorher herausgehauen hätten, würde ihnen danach direkt wieder um die Ohren fliegen. Da wird niemand den Mund zu voll nehmen. Auch ohne Kampfansage muss das ja nicht heißen, dass die altehrwürdige Borussia ihr Licht unter den Scheffel stellt. Gladbach-Ikone Berti Vogts verglich Marco Rose immerhin schon mit dem früheren Meistertrainer Hennes Weisweiler und traut seinen "Fohlen" in dieser Saison viel zu:

"Wenn Borussia es hinbekommt, die Bayern am Samstag zu schlagen. Dann wird es schwer für die anderen Mannschaften." Gladbach-Ikone und Ex-Bundestrainer Berti Vogts
© picture-alliance/dpa

Gladbachs Außenverteidiger Stefan Lainer

Lainer: "Wir können jeden schlagen"

Auch aus Gladbachs Verteidiger Stefan Lainer spricht das derzeit große Selbstbewusstsein, wenn er sagt: "Wir sind Borussia, wir können jeden schlagen." Gleichzeitig betont der 27 Jahre alte österreichische Nationalspieler im Kicker, der FC Bayern habe den "mit Abstand besten Kader in Deutschland". "Da werden wir alle auch defensiv enorm gefordert, es wird eine tolle Herausforderung."

Gerade nochmal die Kurve gekriegt! Denn niemand will so bedröppelt dastehen wie Klaus Toppmöller 1994: Dessen Prognose ging komplett nach hinten los. Eintracht Frankfurt belegte am Saisonende Platz fünf. Deutscher Meister wurde ... der FC Bayern.