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Bayerische Derbys zwischen Herrsching und den Alpenvolleys wird es auch in der neuen Saison wieder geben
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Kilian Medele
Christine Kellermann
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Bayerische Derbys zwischen Herrsching und den Alpenvolleys wird es auch in der neuen Saison wieder geben

Komplett auf links gedreht ist der Kader beim TSV Herrsching. Mit Tim Peter und Libero Ferdinand Tille sind ganze zwei Spieler aus der vergangenen Saison geblieben. "Uns gehen die Stars ab", sagt Trainer Max Hauser, der trotzdem ganz zufrieden mit seinem Kader ist. Teambuilding war eine seiner ersten Maßnahmen.

Spieler wissen noch nicht, wie gut sie sind

Bis ins Play-off-Viertelfinale kamen die Herrschinger in der vergangenen Saison, in der Hauser den Kader als seinen bisher stärksten bezeichnete. Das Potenzial dazu haben die Spieler auch dieser Spielzeit: "Ich würde nicht sagen, dass wir da qualitativ schlechter besetzt sind. Nur: Noch wissen die Jungs das nicht, dass sie so gut sind." Der noch angeschlagene Zuspieler Johannes Tille ist zum Beispiel einer, dem Hauser ganz Großes zutraut: "Das Ziel muss sein, ihn in die Nationalmannschaft zu bringen."

Herrsching auf Sponsorensuche erfolgreich

Der wichtigste Neuzugang beim TSV Herrsching ist aber eigentlich ein Sponsor. Mit einer Versicherungsgruppe hat man jetzt einen Namenssponsor gefunden, der für eine ganz neue finanzielle Basis sorgt. "Es ist das erste Jahr, dass wir in eine Saison gehen, die sportlich gut oder schlecht sein kann, aber sie wird uns finanziell auf zwei Beine stellen", freut sich der Trainer. So klar lassen sich die sportlichen Ziele für die Saison noch nicht formulieren, also heißt das erst einmal Klassenerhalt, "aber ich sehe selber erst nach den ersten vier Spielen, wo es hingeht."

Audio: Was packen Trainer Max Hauser und Libero Ferdinand Tille (links) mit dem TSV Herrsching in der neuen Volleyball-Bundesligasaison?

Audio: Was packen Trainer Max Hauser und Libero Ferdinand Tille (links) mit dem TSV Herrsching in der neuen Volleyball-Bundesligasaison?

Internationale Spiele der Alpenvolleys in Unterhaching

Mehr deutsche Spieler für das transnationale Projekt Alpenvolleys Haching - das war der große Wunsch nach der erfolgreichen Premierensaison der österreichisch-bayerischen Mannschaft in der deutschen Bundesliga. Danach sieht es aktuell zwar nicht aus, aber Sportdirektor Mihai Paduretu schätzt den aktuellen Kader "ausgeglichener" ein als im vergangenen Jahr, "ein bisschen stärker." Zumindest für die Play-offs soll auch noch ein deutscher Nationalspieler kommen.

Innsbruck und Unterhaching sind die sportlichen Standorte für das Projekt. Trainiert wird in Tirol, gespielt am liebsten auch. Doch da dürfen sich die oberbayerischen Fans in der kommenden Saison über ein paar Spiele mehr freuen. Entgegen vorheriger Absprachen hat der europäische Volleyballverband beschlossen: Internationale Spiele müssen in Deutschland ausgetragen werden.

Erfolg oder radikaler Schnitt

Alpenvolleys-Präsident Hannes Kronthaler hätte seinen Tiroler Sponsoren daheim gerne die internationalen Topmannschaften präsentiert. Doch vielleicht lassen sich mit den Europa-Auftritten neue große Sponsoren in Deutschland anwerben. Falls das nicht klappt, steht das Projekt Alpenvolleys möglicherweise wieder vor dem Ende. Nach der übernächsten Saison haben die Innsbrucker einen Schnitt angekündigt, Rückzug nach Österreich mit dem halben Budget - nicht unwahrscheinlich. Für diese Saison wurde der Etat aber erstmal um 200.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro erhöht und das Saisonziel heißt mindestens Play-off-Halbfinale.

Audio: Das Projekt Alpenvolleys Haching mit dem Hauptstandort Innsbruck geht in die zweite Saison und steht schon wieder am Scheideweg.

Audio: Das Projekt Alpenvolleys Haching mit dem Hauptstandort Innsbruck geht in die zweite Saison und steht schon wieder am Scheideweg.

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Kilian Medele
Christine Kellermann

Sendung

B5 Sport vom 13.10.2018 - 10:55 Uhr