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Vogel nach Querschnittslähmung: "Möchte ins Leben zurück" | BR24

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© picture-alliance/dpa

Kristina Vogel lächelt bei der Pressekonferenz

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Vogel nach Querschnittslähmung: "Möchte ins Leben zurück"

Es war eine beeindruckende Pressekonferenz: Die querschnittsgelähmte Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel hat bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach ihrem schweren Trainingsunfall viel Zuversicht verbreitet.

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Seit zweieinhalb Monaten wird die Ausnahmeathletin, die seit ihrem Trainingssturz vom 26. Juni vom siebten Brustwirbel abwärts gelähmt ist, im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn behandelt. Am Wochenende fährt sie zum ersten Mal nach dem Unfall für ein paar Tage nach Hause nach Erfurt. "Ich möchte ins Leben zurück", sagte die 27-Jährige im Rollstuhl vor etwa 80 Journalisten. Ihre Reha will sie in Marzahn bis Weihnachten fortsetzen und danach in ihr neu gebautes Haus in Erfurt umziehen.

"Was soll ich bedauern? Die Situation ist, wie sie ist. Ich finde definitiv neue Ziele, die ich abarbeiten kann." Kristina Vogel

Seit dieser Woche dürfe sie "schon wieder richtig Sport machen", sagte Vogel. "Ich war gestern schon beim Rollstuhltraining. Der Ehrgeiz ist geweckt." Sehr dankbar sei sie ihrer Familie, ihrem Lebensgefährten Michael und der Bundespolizei, die ihr alle Kraft gegeben hätten. "Michael hat die ersten Nächte auf dem Stuhl nebenan geschlafen", erzählte sie. "Ich hab' durch ihn einen sicheren Halt. Ich weiß: Er ist immer für mich da." Athletensprecherin des Weltverbandes UCI wolle sie "auf alle Fälle" bleiben.

Vogel hat Optimismus nicht verloren

Vogel zeigte sich überwältigt von der Anteilnahme an ihrem Schicksal. "Ich hätte niemals gedacht, dass das so eine Welle schlägt. Das war berührend, das war herzzerreißend und hat mir positive Energie gegeben", sagte Vogel.

"Ich habe vor Freude geweint, als ich aus dem Koma erwacht bin und gemerkt habe, welche Anteilnahme es auf der ganzen Welt gibt."Kristina Vogel

Vom Traum, mit einem zwölften WM-Titel zur alleinigen Rekordhalterin aufzusteigen, muss sich die frühere Bahnrad-Sprinterin dagegen verabschieden. "Ich weiß, dass ich in meinem Leben nicht mehr selbstständig laufen werde. Das ist Fakt", sagte Vogel, die ihren Optimismus dennoch nicht verloren hat: "Ich hätte gern den Rekord für mich gehabt. Das ist der Traum, der mir verwehrt bleibt. Aber vielleicht gewinne ich meine zwölfte Goldmedaille einfach woanders."

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