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Andreas Sander mit Silbermedaille in Cortina d'Ampezzo

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    Vize-Weltmeister Andi Sander: Beim Start denkt er an die Familie

    Sehr persönliche Gedanken von Andreas Sander, dem Abfahrts-Silbergewinner der Alpinen Ski-WM. Warum er beim Start an seine Familie denkt, wie ihm seine Kinder Kraft geben - der Instagram-Talk von BR24 Sport.

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    • BR24 Sport

    Skirennläufer Andreas Sander sorgte für die vielleicht größte Überraschung bei der Alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo. In der Abfahrt verpasste der Wahl-Allgäuer nur um eine Hundertstel den Weltmeistertitel.

    "Nur" Silber? Nicht für Sander. "Ich bin einfach mit der Silbermedaille mehr alszufrieden, weil ich das nicht erwartet hätte", sagte Sander im Instagram-Talk von BR24 Sport: "Dass es dann wirklich mit dem ersten Podium gleich bei der WM klappt. Und deswegen trauere ich der Hundertstelt wirklich nicht hinterher. Als Sportler musst du immer gewinnen wollen. Aber ich glaube, man muss auch mal akzeptieren, wenn der andere ein Hundertstel besser war."

    "Das war der Lauf meiner Karriere bis jetzt. Ich habe natürlich nicht die Hundertstel gesucht, auch wenn es relativ leicht gewesen wäre. Ja, ich habe das natürlich genossen, aber es war jetzt nicht so häufig. Aber ich glaube, das ist ein Lauf, den ich mir vor dem einen oder anderen Rennen noch mal dann als Push hole." Andreas Sander

    In Gedanken mit der Familie am Start

    Speziell war bei der WM-Abfahrt Andreas Sanders Startritual. "Die letzten Gedanken am Start, die waren dieses Mal wirklich an meine Familie. Und die haben mich noch mal so gepusht. Meine Söhne und meine Frau, die zu Hause mir immer die Daumen drücken", sagte Sander: "Das ist jetzt nicht erfunden, sondern ich habe wirklich an die gedacht und habe mir da noch mal die letzte extra Power geholt und wollte wirklich auch für sie denen das zurückgeben, was sie mit mir mitmachen."

    Familienmensch Andreas Sander

    Überhaupt ist Sander vor allem ein Familienmensch. Ob es anstrengender ist mit Dominik Schwaiger und Thomas Dreßen in einem Zimmer zu leben oder zu Hause mit den Kindern? "Meine Kinder", lacht Schwaiger: "Es gibt mir extrem viel Kraft und mehr Kraft, als es mich Kraft kostet. Aber es ist auch nicht ganz so einfach. Hut ab nicht nur vor meiner Frau, sondern vor allen Frauen, die das daheim machen, gerade mit uns Sportlern, wie die das Mitmachen, die Kinder erziehen. Es ist ein Knochenjob."

    Karriere bis 35? Durchaus möglich

    An ein Karriereende denkt er nach dem überraschend Silber-Coup von Cortina d'Ampezzo natürlich noch lange nicht. Olympia 2022 und die WM 2023 sind bereits als nächste Ziele fest im Blick.

    "Ich habe schon das Gefühl, dass ich noch das ein oder andere Jahr fahre und habe jetzt noch keinen Plan, jetzt irgendwie nächstes oder übernächstes Jahr aufzuhören", sagt Sander: "Jetzt steht erstmal nächstes Jahr Olympia an. Wieder ein Großereignis mit der WM das Jahr drauf. 35 wäre schon ein Mindestziel."