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Elf Freundinnen müsst ihr sein: Ein südamerikanisch-spanisches Fußballteam aus München zeigt, wie der Sport zur Integration beitragen kann. Die Spielerinnen verbreiten dabei eine Menge Fußball-Begeisterung.

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Viva El Futbol - Frauenfußball auf Spanisch

Elf Freundinnen müsst ihr sein: Ein südamerikanisch-spanisches Fußballteam aus München zeigt, wie der Sport zur Integration beitragen kann. Die Spielerinnen verbreiten dabei eine Menge Fußball-Begeisterung.

Von
Julian IgnatowitschJulian Ignatowitsch
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Die Frauen-Mannschaft von "Centro Argentino de Munich (CAM)" spielt in der A-Klasse, zusammen in einer Liga mit den Frauen des TSV 1860 München. Das Team hat sich in nur eineinhalb Jahren von 12 auf 30 Spielerinnen vergrößert und von einer Freizeitliga bis an die Spitze der A-Klasse gespielt. Die Spielerinnen kommen aus Argentinien, Peru, Kolumbien, Spanien, Bolivien oder Brasilien, auch eine Deutsche spielt bei "CAM".

Von Null auf Hundert

Ursprünglich hatte der Klub nur eine Männer-Mannschaft, die größtenteils aus südamerikanischen Spielern bestand. Als der jetzige Trainer Nereo einen Aufruf in den sozialen Medien zur Gründung einer Frauen-Mannschaft teilte, meldeten sich viele Südamerikanerinnen und Spanierinnen, die Fußball spielen wollten und in München sozialen Anschluss suchten. Mittlerweile hat der Klub zwei Frauen-Mannschaften, die die Männer sportlich überholt haben.

"Also für mich ist es eine Familie im Ausland. Letztes Jahr habe ich mir überlegt, ob ich zurück nach Spanien gehen soll, und die Mannschaft war ein wichtiger Grund für mich, hierzubleiben. Ich hatte plötzlich 30 neue Freundinnen." - Spielerin Ana
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Die Mannschaft von Centro Argentino de Munich

Integration als wichtiger Teil

Teamgeist und Spaß vor Erfolg - so das Motto des Klubs, der sich Integration auf die Fahne geschrieben hat. Zweimal in der Woche wird trainiert, mindestens genauso wichtig sind aber die Treffen abseits des Platzes. "Wir sitzen nach dem Training eigentlich immer noch zusammen und haben dieses Jahr auch ein kleines privates Oktoberfest organsiert", erklärt Kapitänin Ana aus Spanien. Diejenigen, die bereits länger in Deutschland sind, helfen denen, die noch nicht so lange hier sind, sagt Spielerin Carla aus Argentinien.

"Integration ist der wichtigste Punkt. Es gibt viele Mädels, die hier herkommen, keine Ahnung haben, wie es hier ist, wie die Deutschen ticken, die kein deutsch können - und die fühlen sich hier gleich zu Hause." - Spielerin Carla

In München das Fußballspielen gelernt

Dabei sind viele der "CAM-Futbolistas" in Deutschland erstmals so richtig mit dem Fußball als Sport in Kontakt gekommen. In Südamerika hat der Frauenfußball einen noch schwereren Stand als hierzulande, sieht sich mit noch mehr Vorurteilen konfrontiert. Carla zum Beispiel hat nie daran gedacht, selbst Fußball zu spielen - bis sie es in München das erste Mal ausprobierte. Ana war von Kindheit an fußballbegeistert, aber ihre Eltern wollten sie lieber ins Ballett und zum Tennis schicken. Trainer Nereo sieht auch Unterschiede im Jugendbereich, wo die Förderung von Frauenfußball in Deutschland tendenziell größer sei.

Die Mannschaft hat weiter großen Zulauf, spielt und trainiert im Südosten von München auf der Sportanlage Ramersdorf. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 150 Euro im Jahr.

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