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Virus für Köllner "eine Botschaft", 1860 seine "kleine Liebe" | BR24

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Michael Köllner hofft auf eine Zeit, "in der sich jeder wieder darauf beschränkt, was wirklich zählt". "Ich glaube, dass dieser Virus schon eine Botschaft an uns alle ist, dass jeder in Punkto Menschlichkeit aufgestellt ist, sagte der TSV-Trainer.

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Virus für Köllner "eine Botschaft", 1860 seine "kleine Liebe"

Der Trainer des TSV 1860 München glaubt, "dass dieser Virus schon eine Botschaft an uns alle ist." Trotz der "gespenstischen" Situation hat Michael Köllner die Löwen ins Herz geschlossen.

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Köllner macht sich "viele Gedanken". Er fragt sich auch: "Woher kommt das Ganze? Ist das vielleicht auch ein Wink von irgendwoher, der uns auf irgendwas aufmerksam machen will, das ein oder andere in unserem Leben vielleicht zu ändern?" Seine Antwort darauf lautet: "Ich glaube nicht, dass dieses Virus ein Zufall ist, sondern einen tieferen Sinn hat." Das sei "eine Botschaft an uns alle, wie ist jeder in puncto Menschlichkeit aufgestellt?" Köllner hofft, dass "das Virus uns vielleicht ja in die richtige Richtung" bringt. In "unserer Zeit seien nämlich "Menschlichkeit, Liebe, Solidarität verloren gegangen".

1860-Gelände wirkt "gespenstisch"

Das Trainingsgelände und die Geschäftsstelle wirken auf den Coach momentan "gespenstisch". "Egal in welche Etage du gehst – niemand da. Dann denkst du: Vor zwei Wochen gegen Chemnitz war hier auf dem Gelände viel los, die Hütte voll", so schildert er seinen Eindruck vom heutigen Besuch auf dem 1860-Gelände.

Die Spieler sind "ziemlich durch den Wind"

Die Spieler seien bereits seit Freitag "ziemlich durch den Wind", als sie zum Training kamen, erzählt Köllner. Eigentlich wollte er mit einer kleinen Video-Analyse vom Training vom Vortag beginnen und da hat sein Team die Bremse reingetreten und gefragt: "Trainer, wollen wir wirklich trainieren?" Deshalb war für den Coach das Vernünftigste, das Training abzusagen. Jeder läuft jetzt für sich zuhause und hat erstmal frei.

Unterbrechung nach 14 ungeschlagenen Partien

Für den TSV 1860 München kam die Corona-Krise zu einem höchst schlechten Zeitpunkt. "Klar, sind wir jetzt seit 14 Spielen ungeschlagen und wollten natürlich gegen Duisburg vor ausverkauftem Haus unseren Weg weitergehen", klagt Köllner. Aber so sei es halt "im Leben, das müssen wir so hinnehmen und das Beste daraus machen".

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"Ich glaube, es wäre ein fataler Fehler, wenn man das Agieren einstellen würde", sagt Michael Köllner. Schließlich hat der TSV 1860 München noch einiges vor.

Michael Köllner: 1860 "eine kleine Liebe" und "eine zweite Familie"

Sein Schlusswort hört sich für den Verein und seine Anhänger besonders positiv an. "Sechzig fühlt sich gut an, es ist schon so eine kleine Liebe. Die Mannschaft ist meine zweite Familie und da freut man sich, wenn man sich jeden Tag und trifft und mit ihr was entwickeln darf."

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Für den Löwencoach Michael Köllner fühlt sich der TSV 1860 München schon wie eine "kleine Liebe" an. Die Mannschaft sei für ihn mittlerweile "wie eine zweite Familie", sagte der Trainer.