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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Der Pole Kamil Stoch hat das Springen in Innsbruck gewonnen und ist bei der Vierschanzentournee in der Rolle des Topfavoriten. Einen deutlichen Rückschlag musste Karl Geiger hinnehmen.

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Vierschanzentournee: Stoch übernimmt Führung, Geiger patzt

Karl Geiger, Markus Eisenbichler und der bisherige Vierschanzentournee-Spitzenreiter Halvor Egner Granerud haben nach schwachen Sprüngen in Innsbruck nur noch geringe Chancen auf den Gesamtsieg. Neuer Tournee-Führender ist der Pole Kamil Stoch.

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Von
  • Bernd R. Eberwein

Nur 117 Meter und Platz 30 für Karl Geiger, nur 120,5 Meter und Platz 15 für Markus Eisenbichler - die deutschen Topspringer büßten ihre Chancen auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee schon im ersten Durchgang des Springens auf der Innsbrucker Bergisel-Schanze ein.

"Das kann passieren, der Karl ist auch nur ein Mensch ... Wir geben nicht auf und kämpfen weiter." Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher nach dem ersten Sprung

Ein schwacher Trost für die so hoffnungsvoll gestarteten Springer des Deutschen Skiverbands (DSV): Auch Tournee-Topfavorit und Spitzenreiter Halvor Elgner Granerud patzte und zog mit 116,5 Metern, genau wie Geiger, nur als Gewinner seines Duells glücklich in den zweiten Durchgang der besten 30 ein.

Schon zur Halbzeit in Innsbruck wurde die Tourneewertung also ordentlich durcheinandergewirbelt. Die Polen Kamil Stoch (127,5 Meter, Erster nach dem ersten Durchgang) und Dawid Kubacki (126,0 Meter, Fünfter) brachten sich in Position und untermauerten ihre Ambitionen auf den Tourneesieg.

Stoch peilt den Tourneesieg an

Mit ordentlich Frust und Wut im Bauch starteten die abgestürzten Mitfavoriten in den zweiten Durchgang. Geiger flog auf 128,5 Meter und wurde immerhin noch 16., Granerud auf 127,5, was Platz 15 bedeutete - so ganz hatten beide den Kampf um den Tourneesieg noch nicht aufgegeben. Auch Markus Eisenbichler demonstrierte mit 128,5 Metern, dass er am Bergisel Topsprünge zeigen kann und wurde noch Sechster.

Gesamtwertung: Stoch führt, Geiger Vierter

Doch es war nur Schadensbegrenzung. Denn die beiden Polen Stoch und Kubacki legten 130 und 127 Meter nach. Stoch siegte am Bergisel und übernahm die Führung in der Tournee-Gesamtwertung, dahinter ist Kubacki - Dritter in Innsbruck hinter dem Slowenen Anze Lanisek - neuer Zweiter.

Allerdings ist es vor allem Stoch, der sich in eine herausragende Ausgangsposition gebracht hat. Er führt in der Gesamtwertung deutlich. Kubacki (+15,2 Punkte), Granerud als Dritter (+20,6) und Geiger als Vierter (+20,7) haben bereits großen Rückstand.

"Im Moment bin ich ziemlich angefressen und erwarte gar nichts mehr von der Gesamtwertung. Ist mir aber auch egal." Karl Geiger

Eisenbichler (+33,4) ist in der Tourneewertung Sechster.

"Ich werde mit ihm reden und auf keinen Fall aufgeben." Markus Eisenbichler über Karl Geiger und seine Restchancen
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Durch schwache erste Sprünge auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck haben Karl Geiger und Markus Eisenbichler nur noch geringe Chancen auf den Sieg bei der Vierschanzentournee. Die beiden Skispringer im Interview nach dem Wettkampf.

Hamann zweitbester Deutscher auf Platz 13

Martin Hamann, nach dem ersten Durchgang mit 130 Metern auf Platz acht noch bester Springer des Deutschen Skiverbands (DSV), legte 124,5 Meter nach und wurde am Ende 13.

Freund, Paschke, Schmid im ersten Durchgang raus

Ex-Weltmeister Severin Freund, Pius Paschke und Constantin Schmid verpassten mit schwachen Sprüngen den zweiten Durchgang der besten 30.