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Viermaliger Tour-Sieger Froome bei Tour de France nicht am Start | BR24

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Radprofi Chris Froome ist bei der Tour de France 2020 nicht am Start. Das sein Team Ineos auf den formschwachen viermaligen Gesamtsieger verzichtet, war allerdings keine große Überraschung. Auch Geraint Thomas wird beim Start in Nizza fehlen.

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Viermaliger Tour-Sieger Froome bei Tour de France nicht am Start

Radprofi Chris Froome ist bei der Tour de France 2020 nicht am Start. Dass sein Team Ineos auf den formschwachen viermaligen Gesamtsieger verzichtet, war allerdings keine große Überraschung. Auch Geraint Thomas wird beim Start in Nizza fehlen.

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2019 konnte Froome nach einem schweren Trainingssturz bei der Dauphiné-Rundfahrt nicht bei der Tour starten. Auch in diesem Jahr wird der viermalige Tour-de-France-Sieger die Große Schleife nicht mitfahren. Sein Rennstall Ineos hat den 35-jährigen nicht in sein achtköpfiges Aufgebot für die Frankreich-Rundfahrt vom 29. August bis 20. September berufen.

Auch sein britischer Landsmann Geraint Thomas, Gewinner von 2018, wird beim Start in Nizza fehlen. Angeführt wird die Mannschaft wie erwartet von Titelverteidiger Egan Bernal (Kolumbien), der seine Rückenprobleme überwunden hat. "Egan Bernal und Richard Carapaz gehen auf das Gelbe Trikot," kündigte Ineos-Teamchef Sir Dave Brailsford. an. Für Giro-Sieger Carapaz (Ecuador) ist es das Tour-Debüt.

Froome muss sich mit dem tart bei der Spanien-Rundfahrt ab 20. Oktober trösten. "Chris braucht noch ein bisschen länger, um wieder an sein höchstes Level zu kommen", sagte Brailsford, "er soll bei der Vuelta an den Start gehen. Er ist ein großer Champion, eine Legende des Sports, er verdient es, nochmal eine Grand Tour als Leader zu fahren."

Froome kann sich nicht für die Tour empfehlen

Froome hat mit der Entscheidung offenbar kein Problem. "Es ist gut, jetzt die Klarheit zu haben, dass die Vuelta mein großes Saisonziel ist. Ich wünsche dem Team und Egan für die Tour alles Gute", sagte er. Der in Kenia geborene Froome, den ein schwerer Sturz vor 14 Monaten beinahe die Karriere gekostet hatte, verpasste zuletzt beim Criterium du Dauphine in Frankreich ebenso wie Thomas die Chance, sich für einen Tour-Einsatz zu empfehlen. Dem Geschehen fuhr er nur hinterher, er war vor allem bei den Anstiegen chancenlos, lag am Ende fast eineinhalb Stunden hinter Gesamtsieger Daniel Martinez (Kolumbien/EF Pro Cycling).

Vuelta statt Tour

Die Entscheidung von Brailsford kam für ihn daher trotz aller Wehmut nicht wirklich überraschend. "Es ist schon eine Umstellung für mich, von der Tour zur Vuelta", sagte Froome, "aber wenn ich bedenke, von wo ich komme nach dem Horrorsturz, bei dem viele Knochen gebrochen waren, dann bin ich glücklich, dass ich wieder Rennen fahren kann." Er habe keine Schmerzen mehr, die Verletzungen seien ausgeheilt, "ich habe aber noch nicht das Selbstvertrauen, dass ich meinen Job schon wieder voll erfüllen kann, so wie es bei der Tour de France nötig wäre. Von daher ist es realistischer, die Vuelta in Angriff zu nehmen", so Froome.

Letzter Auftritt im Ineos-Trikot

Die Vuelta wird also sein letzter großer Auftritt im Trikot von Ineos (früher Sky) sein. Ab 2021 fährt Froome für Israel Start-Up Nation (ISN) und soll in der Mannschaft des deutschen Trios Andre Greipel, Rick Zabel und Nils Politt die Führungsrolle übernehmen. Froome war 2010 zu Sky gewechselt und feierte mit der britischen Equipe seine größten Erfolge. Zwischen 2013 und 2017 triumphierte er viermal bei der Tour, 2011 und 2017 gewann er zudem die Vuelta. Das Triple der großen Landesrundfahrten machte er 2018 mit dem Triumph beim Giro d'Italia perfekt.