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Vier Tore in Tottenham: Serge Gnabry steigert seinen Marktwert | BR24

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Serge Gnabry vom FC Bayern München war mit vier Toren beim 7:2-Sieg bei Tottenham Hotspur der Mann des Matches. Nach der PArtie blieb er trotzdem bescheiden.

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Vier Tore in Tottenham: Serge Gnabry steigert seinen Marktwert

Knipsen, umrühren, weitermachen: Serge Gnabry erlebte beim 7:2-Sieg des FC Bayern München bei Tottenham Hotspur eine Sternstunde. Vier Tore in einer Halbzeit - der 24-Jährige hat seinen Marktwert damit gehörig gesteigert.

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Vor der Partie beim Vorjahresfinalisten der Champions League redeten alle noch über Harry Kane und Robert Lewandowski. Mit seinen Toren in der 53., 55., 83. und 88. Minute stahl Gnabry, der bei Bundestrainer Joachim Löw gesetzt ist, beiden die Show. Von jetzt auf gleich katapultierte sich der kleine Außenstürmer an die Spitze der Torschützenliste in der Königsklasse.

Der FC Bayern darf sich deshalb nicht nur über drei Punkte und eine kleine Vorentscheidung im Kampf um den Gruppensieg freuen, sondern wohl auch über eine exorbitante Wertsteigerung seines Spielers, die auf einschlägigen Webseiten schon vor seiner Vier-Tore-Gala auf rund 60 Millionen Euro taxiert wurde.

Ohne das 6:2 durch Lewandowski wäre es ein klassischer Hattrick geworden. Gnabry war aber auch so in aller Munde. Zwar hob ihn Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei seiner Bankettrede nach dem Spiel nicht namentlich hervor. Er dürfte aber vor allem an Gnabry gedacht haben, als er schwärmte: "Wir haben Geschichte geschrieben. Das war unglaublich, was wir heute erlebt haben."

"Tolles Stadion, tolles Spiel, ein toller Tag. Ein historischer Tag für Bayern München!" Karl-Heinz Rummenigge
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Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, geriet bei seiner Rede auf dem Bankett nach dem 7:2-Sieg bei Tottenham Hotspur ins Schwärmen. Er sprach von einem denkwürdigen Tag: "Unsere Mannschaft hat Geschichte geschrieben."

In der Tat: Die Spurs, in der Vorsaison noch Finalist gegen den FC Liverpool, mussten gegen den deutschen Rekordmeister die höchste Heimpleite einer englischen Mannschaft in der Europacup-Historie hinnehmen. Außerdem kassierte Tottenham erstmals in seiner 137-jährigen Klubgeschichte sieben Heimgegentreffer.

Gnabry, der ja eine englische Vergangenheit hat aus seiner Zeit beim FC Arsenal, hatte einen großen Anteil daran. Trotzdem wollen ihn die Vereinsbosse nicht zu früh zu hoch loben. Knipsen, umrühren und jetzt genauso fokussiert weitermachen, lautet wohl die Devise.

Gnabry bleibt trotz Tor-Gala bescheiden

Entsprechend bescheiden präsentierte sich Gnabry in der Interview-Mixed-Zone nach dem Spiel. "Wir haben sie heute einfach alle reingemacht - und das war gut und so soll's weitergehen", sagte er und gab ganz den Teamplayer. Ob es das beste Spiel seiner Karriere war? Auch da blieb er bescheiden: "Weiß ich nicht, es gab schon einige gute. Aber heute war es, denke ich, mit vier Toren eines der besten."

Zur Bankettfeier kam der Star des Abends rund fünf Minuten nach seinen Kollegen und wurde mit Sonderapplaus bedacht. Verdient. Immerhin musste auch der Star des Abends einräumen: "Meine ersten vier Champions-League-Tore direkt an einem Tag zu erzielen, war natürlich grandios."

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Bayern-Trainer Niko Kovac war nach dem 7:2 seines FC Bayern bei Tottenham Hotspur voll des Lobes: "So stelle ich mir das vor", sagte er. Ein Extralob gab es freilich für Serge Gnabry.