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VfB Eichstätt droht Minusgeschäft trotz Pokal-Knaller | BR24

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Die Premiere im DFB-Pokal ist für den VfB Eichstätt ein großer Tag. Trotz hoher Eintritts- und Fernsehgelder wird der Regionalligist aber trotzdem nicht die große Kasse machen. Im Gegenteil, es drohen sogar Verluste.

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VfB Eichstätt droht Minusgeschäft trotz Pokal-Knaller

Die Premiere im DFB-Pokal ist für den VfB Eichstätt ein großer Tag. Trotz hoher Eintritts- und Fernsehgelder wird der Regionalligist aber trotzdem nicht die große Kasse machen. Im Gegenteil, es drohen sogar Verluste.

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Für das erste DFB-Pokalspiel in der Vereinsgeschichte erwischten die Oberbayern mit dem Bundesligisten Hertha BSC eigentlich ein Traumlos. "Unendlich glücklich", gab sich das VfB-Vorstandsmitglied Fred Pfaller über den "Besuch aus der Hauptstadt" am Sonntag (15:30 Uhr, zu verfolgen im Liveticker, Zusammenfassung in Blickpunkt Sport um 21:45 Uhr). Dazu versprach die Partie eigentlich einen gehörigen Geldsegen. 121.000 Euro bekommt der Regionalligist vom DFB für die erste Pokalrunde, das ist mehr als die Hälfte des Eichstätter Jahres-Etats.

Teurer Umzug ins Stadion nach Ingolstadt und weitere Kosten

Allerdings muss der Regionalligist nach den Vorgaben des DFB von seinem kleinen Stadion in die benachbarte Arena des FC Ingolstadt umziehen. Und damit geht ein großer Teil der Antrittsprämie schon einmal flöten: Für die Miete, die Security-Dienste sowie die Reinigung und weitere Rechnungsposten, fällt laut Pfaller "ein hoher fünfstelliger Betrag an". Damit nicht genug: Der kleine VfB Eichstätt muss auch die Reise- und Übernachtungskosten der Millionenmannschaft aus Berlin bezahlen. Ebenso das Schiedsrichterhonorar. Obwohl der Regionalligist die Ticketpreise sogar von normalerweise zehn Euro auf 15 bis 50 Euro erhöht hat, droht dem VfB ein Minusgeschäft. Denn auch die Einnahmen aus diesen Eintrittskarten werden zwischen den beiden beteiligten Vereinen aufgeteilt.

Verhandeln oder Pokalschreck als Problemlösung

Zwei Möglichkeiten bleiben den Eichstättern noch, um das Malheur abzuwenden. Entweder sie verhandeln noch einmal mit der Hertha. "Uns wurde vom DFB gesagt, dass man mit dem gastierenden Verein durchaus noch reden könne, dass sie auf Posten wie die Erstattung der Reisekosten verzichten", um den Anteil des Regionalligisten etwas zu vergrößern, erklärte Pfaller. Falls das nicht hilft, bleibt dem Underdog als Ausweg nur noch die Rolle des Pokalschrecks. In der zweiten Pokalrunde steigen die Antrittsgelder nämlich massiv an.