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Vettels "verlorener Sieg": Ferrari plant Beschwerde | BR24

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Eine Zeitstrafe beim Formel-1-Rennen von Kanada hat Sebastian Vettel seinen ersten Saisonsieg gekostet.

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Vettels "verlorener Sieg": Ferrari plant Beschwerde

Eine Zeitstrafe beim Formel-1-Rennen von Kanada hat Sebastian Vettel seinen ersten Saisonsieg gekostet. Ferrari plant nun, vor der Motorsport-Weltverband FIA Beschwerde einzulegen.

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Er fuhr als Erster durchs Ziel, gewann aber trotzdem nicht. Ferrari-Star Sebastian Vettel hat nach seiner folgenschweren Zeitstrafe beim Formel-1-Rennen von Kanada die Rennkommissare scharf kritisiert. Ferrari kündigte dem Motorsport-Weltverband FIA nach dem Rennen offiziell an, einen Protest zu planen. Die Italiener haben nun rund vier Tage Zeit, Beweise für ihre Ansicht der Dinge zu sammeln. Spätestens bis dahin muss der Einspruch gegen die Entscheidung erfolgt sein.

Vettel nach Entscheidung der Rennkommissare außer sich

Der Heppenheimer hatte in der 48. Runde seinen Verfolger Lewis Hamilton nach einem Fahrfehler fast in die Mauer gedrängt. Daraufhin wurde er mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. "Sie stehlen uns das Rennen", hatte Vettel schon in der Schlussphase des Grand Prix in Montréal über den Boxenfunk geschimpft. Nach dem siebten Saisonlauf sagte der 31-Jährige auf die Frage, ob er sich um den Sieg betrogen fühle: "Ja."

Hamilton gerät für Vettel allmählich außer Sichtweite

Vettel betonte: "Ich denke, wir haben das Rennen gewonnen. Wir haben die Ziellinie zuerst überquert, auch wenn die Rennkommissare eine andere Sicht haben." Hamilton profitierte von der Entscheidung der Stewards und konnte damit im siebten Rennen der Saison bereits seinen fünften Sieg einfahren.

"Das macht unseren Sport nicht beliebt. Die Menschen wollen uns gegeneinander fahren sehen, und das haben wir gemacht", meinte Vettel. "Es ist einfach schade, wenn wir diese komischen Entscheidungen haben."

Vettel wartet in dieser Saison weiter auf seinen ersten Sieg und liegt in der WM-Wertung nun schon 62 Punkte hinter Hamilton.