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Vertragsverhandlungen: FC Bayern und Alaba drehen sich im Kreis | BR24

© dpa-Bildfunk/Barbara Gindl

David Alaba

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Vertragsverhandlungen: FC Bayern und Alaba drehen sich im Kreis

Bleibt David Alaba beim FC Bayern oder nicht? Trainer Flick ist von der Frage genervt, für Sportvorstand Salihamidzic ist die Sache gelaufen. Vorstandschef Rummenigge fordert den 28-Jährigen jetzt dagegen auf, eine Entscheidung zu treffen.

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  • BR24 Sport
  • Margot Lamparter

Der FC Bayern glänzte bei RB Salzburg mit einem 6:2-Erfolg in der Königsklasse. Doch die Vertragsverhandlungen um David Alaba sorgten auch rund um das Duell für Gesprächsstoff.

"Wir drehen uns seit Monaten im Kreis", sagte Karl-Heinz-Rummenigge gegenüber der "Sport Bild". Der Vorstandschef will den Abwehrspezialisten noch nicht abschreiben und signalisierte weiterhin Gesprächsbereitschaft. Er unterstrich allerdings, dass die Uhr jetzt abläuft: "Irgendwann, müssen wir die Planung für die neue Saison angehen, müssen wir wissen: Wird David beim FC Bayern bleiben oder nicht?"

"David Alaba muss nun für sich eine Entscheidung fällen" Vorstandschef Karl-Heinz-Rummenigge

Damit öffnet Rummenigge die Tür wieder für eine Einigung, die Alaba und der Verein in den vergangenen Monaten nicht erzielen konnten. Allerdings fordert der 65-Jährige im Vertragspoker auch Solidarität ein.

Die Profis müssten gerade in Zeiten von Corona auch Verständnis für die Klubs haben. Bayern drohe ein Verlust im dreistelligen Millionen-Bereich. Die Spieler seien gut beraten, wenn sie bei einem Verein bleiben, bei dem sie sich wohlfühlen und Erfolg haben, mahnte Rummenigge.

Ratloser Salihamidzic rechnet mit Abschied

Für einige Bayern-Verantwortliche hatten Alaba und seine Berater den Borgen dagegen schon überspannt: Bayern-Präsident Herbert Hainer ließ im im Blickpunkt Sport am Sonntag wissen, dass das von Alabas Beratern zuvor abgelehnte Angebot des Klubs nicht länger gültig sei.

© BR

"Es gibt kein Angebot mehr": Die Worte von FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer in "Blickpunkt Sport" sorgen für eine Paukenschlag in der Fußballwelt. Die Münchner bieten David Alaba keinen neuen Vertrag mehr an.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic zeigte sich am Rande des Champion-League-Duells ob der verfahrenen Situation am Dienstag ratlos und wenig optimistisch: "Es heißt ja: Sag niemals nie. Aber ich weiß jetzt nicht mehr, wie wir noch zusammenfinden sollen", sagte der Sportvorstand.

"Wir haben ein Angebot vorgelegt, das wurde abgelehnt und jetzt müssen wir uns damit beschäftigen, dass uns David verlassen wird", sagte der Sportdirektor. Für Salihamidzic wäre es allerdings "ein absoluter Super-GAU", wenn ein Spieler wie Alaba den Verein im kommenden Sommer nach Vertragsablauf ablösefrei verlassen könnte.

Alaba selbst hatte sich einen Tag nach den Aussagen von Herbert Hainer auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel "enttäuscht" und "verletzt" gezeigt, weil kein Verantwortlicher mit ihm gesprochen habe.

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FC-Bayern-Spieler David Alaba hat es aus den Medien erfahren, dass der Verein sein Vertragsangebot zurückgezogen hat. Die erste Reaktion am Tag nach dem Interview von Präsident Herbert Hainer in "Blickpunkt Sport".

Flick will sich auf Dortmund konzentrieren

Trainer Hansi Flick zeigte sich nach dem 14. Erfolg in Serie in der Champions League vom anhaltenden Wirbel um seinen Abwehrchef dagegen genervt. "Ich sage nichts mehr dazu", so der Triple-Coach: "Mir ist es wichtig, dass wir Ruhe haben. Wir haben am Samstag ein schweres Spiel in Dortmund." Auf den Liga-Gipfel am Samstag bei Borussia Dortmund (18.30 Uhr) werde man sich jetzt wie immer vorbereiten, "alles andere ist kein Thema".

Thomas Müller: Es knistert bei den Bayern

Alaba spielt seit 2008 für die Münchner. Nach dem Rückzug des letzten Angebots an den 28-Jährigen sei das in der Mannschaft natürlich "ein Thema, aber nicht so groß, wie es gemacht wird. Es ist keine einfache Situation für ihn, aber wir stehen absolut hinter ihm", sagte Jérôme Boateng.

Das Gute sei, "dass David auf dem Platz seinen Mann steht und sich nicht beeinflussen lässt. Das hat er auch in Salzburg wieder gezeigt", sagte Thomas Müller und fügte mit einem Schmunzeln an: "Wir wollen bei Bayern ja auch, wenn sich was rührt, wenn es knistert."

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