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Verdrängungswettbewerb in Monza nach dem Formel 2-Unfall | BR24

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Wenn es auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza regnet, wird es gefährlich. Besonders erschreckend wirkt das kurz nach dem tödlichen Unfall in der Formel 2. Der Verdrängungswettbewerb geht weiter, vor allem bei Ferrari, es ist ein Heimrennen.

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Verdrängungswettbewerb in Monza nach dem Formel 2-Unfall

Wenn es auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza regnet, wird es gefährlich. Besonders erschreckend wirkt das kurz nach dem tödlichen Unfall in der Formel 2. Der Verdrängungswettbewerb geht weiter, vor allem bei Ferrari, es ist ein Heimrennen.

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Seit einer Woche fährt der Tod wieder mit. Antoine Hubert ist vergangenes Wochenende in der Formel 2 tödlich verunglückt. Die Anteilnahme ist groß. Statt wirklicher Auseinandersetzung findet in der Formel 1-Szene aber eher Verdrängung statt, das ist Alltag im Rennsport.

Regen in Monza

Und der Alltag ist nicht immer schön. Es herrscht Regen in Monza. Das scheint schlecht für Sebastian Vettel, der will beim Großen Preis von Italien in Monza aufholen. Im Vorfeld zum großen Preis von Italien feiert dort Ferrari und lässt sich feiern. 90 Jahre gibt es diese Marke.

Ferrari-Sehnsucht nach dem Erfolg

Nur fehlt der große Erfolg seit geraumer Zeit. In diesem Jahr sieht es noch gar nicht gut aus. Erst ein Sieg, was ist da los? Sie könnten sicher besser dastehen, relativ viele Chancen haben sie verspielt. Der Ferrari ist nur auf ganz bestimmten Rennstrecken gut und das sind einfach zu wenige im Kalender, um damit Weltmeister zu werden.

Vorschnelle Kritik an Vettel

Die Kritik richtet sich zumeist gegen ihn: Sebsatian Vettel. Ist das vielleicht von uns zu schnell gedacht, dass man ihm das gesamte Können da gleich abspricht? Ja, das ist auf jeden Fall zu schnell gedacht. Er kann das Rennfahren nicht verlernt haben. Er ist vierfacher Weltmeister. Wenn jetzt Hamilton mal drei schlechte Rennen hätte, kann man ja auch nicht sagen: Hamilton hat das Autofahren verlernt. Bei Ferrari zu fahren, damit erfüllt sich Sebastian Vettel einen Kindheitstraum. Von ihm wird aber nichts anderes gefordert, als zu gewinnen. Nicht nur Rennen, sondern Weltmeisterschaften.

Problemfeld Aerodynamik

Die Erwartungshaltung ist bei diesem Rennstall riesengroß. Nur ist dieser Rennstall gerade weltmeisterschaftsfähig? Es gibt einfach zu wenige Rennstrecken, wo dieser Ferrari mit mit diesem Fahrzeugkonzept schnell ist. Das Fahrzeugkonzept der Bella Macchina bezieht sich auf die Aerodynamik. Die sieht, einfach gesagt, vor, den Fahrtwind so zu leiten dass das Auto auf die Straße gepresst wird, um möglichst schnell durch die Kurven zu kommen. Das Konzept von Ferrari generiert allerdings zu wenig von diesem Anpressdruck. Das Auto klebt nicht auf der Bahn. Vor allem auf der Hinterachse.

Vorteil für Leclerc, Nachteil für Vettel

Und das wiederum passt nicht zu Sebastian Vettels Fahrstil. Das heißt: er verliert Zeit, er ist zu langsam. Das ist ein Problem. Ein anderes Problem ist, dass das zufälligerweise zum Fahrstil von Vettels Teamkollegen Charles Leclerc passt. Der ist oft schneller. Jetzt ist Vettel gefordert.Das ist sicherlich keine angenehme Zeit für Sebastian Vettel. Es ist eine Entscheidende, vielleicht sogar die Schwierigste seiner bisherigen Karriere.