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US Open: Zverev unterliegt in dramatischem Finale | BR24

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Alexander Zverev muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Erfolg warten. Der Hamburger unterlag Dominic Thiem in einem dramatischen und historischen Fünf-Satz-Finale in New York.

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US Open: Zverev unterliegt in dramatischem Finale

Alexander Zverev muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Erfolg warten. Der Hamburger unterlag Dominic Thiem in einem dramatischen und historischen Fünf-Satz-Finale in New York.

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Alexander Zverev verlor am Sonntagabend (14.09.2020) in New York im Endspiel der US Open gegen den Österreicher Dominic Thiem trotz einer 2:0-Satzführung noch in fünf Durchgängen. Damit vergab der 23-Jährige die große Chance auf den ersten deutschen Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere seit Boris Becker 1996 bei den Australian Open.

Zverev musste sich nach 4:01 Stunden mit 6:2, 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (6:8) geschlagen geben. Für den 27 Jahre alten Thiem war es im vierten Anlauf der erste Grand-Slam-Sieg. Er ist der erste Spieler seit 16 Jahren, der in einem Endspiel nach einem 0:2-Satzrückstand noch den Titel holen konnte. Im Tiebreak nutzte der von Krämpfen geplagte Österreicher seinen dritten Matchball. Im zehnten Duell der beiden war es Zverevs achte Niederlage.

Faire Gratulation von Zverev

Am Ende der mehrstündigen Achterbahn-Fahrt ließ sich Thiem rücklings auf den blauen Hartplatz fallen und schlug die Hände vors Gesicht. Zverev ging auf die andere Seite des Netzes, gratulierte seinem Kontrahenten fair und umarmte ihn.

"Es war ein harter Kampf. Ich wünschte, du hättest ein paar Fehler mehr gemacht, damit ich diese Trophäe in die Höhe halten kann", sagte Zverev in Thiems Richtung, kurz darauf brach er in Tränen aus. "Ich bin sicher dass meine Eltern daheim stolz auf mich sind, auch wenn ich verloren habe. Eines Tages werde ich die Trophäe mitbringen."

Aktiver Start von Zverev

Zverev legte wegen der strengen Hygienebedingungen fast menschenleeren Arthur-Ashe-Stadium einen fulminanten Start hin. Anders als noch in den beiden Partien zuvor, als Zverev abwartend und zögerlich begann und den ersten Satz stets verlor, war er von Beginn an voll da und überraschte seinen Freund mit aggressivem und mutigem Tennis. Zum 2:1 nahm Zverev dem sichtlich nervösen Österreicher den Aufschlag ab, zum 5:2 gelang ihm ein weiteres Break. Nach gerade einmal einer halben Stunde holte sich Zverev den ersten Satz mit 6:2.

Der gebürtige Hamburger nahm den Traumstart aber gelassen hin. Zverev blieb hochkonzentriert und ließ sich auch von der Tatsache, dass sich Thiem offenkundig nicht so gut bewegte, nicht aus der Ruhe bringen.

Auch zu Beginn des zweites Abschnitts gelang ihm zum 2:1 ein schnelles Break, Zverev bestimmte das Geschehen nach Belieben. Die deutsche Nummer eins zog auf 5:1 davon, bekam es dann aber offenkundig mit den Nerven zu tun. Die Nummer sieben der Welt ließ vier Satzbälle aus und verlor zum ersten Mal in diesem Match ebenfalls sein Service. Thiem witterte nun seine Chance, auch weil Zverev nun einige leichte Fehler unterliefen. Doch Zverev behielt die Nerven und holte sich mit dem fünften Satzball Durchgang Nummer zwei.

Thiem gelingt der Satzausgleich

Doch nur noch einen Satz vom großen Traum entfernt, wurde Zverev immer nervöser. Aggressivität und Selbstverständlichkeit gingen verloren, die Fehlerquote stieg. Da auch Thiem weiter deutlich unter seinem Niveau blieb, entwickelte sich ein Endspiel auf phasenweise mäßigem Niveau. Thiem profitierte davon und holte sich den dritten Satz. Zverev wirkte aber zunächst nicht geschockt und hielt den vierten Durchgang offen. Beide Spieler steigerten sich nun wieder und lieferten sich jetzt endlich einen packenden Schlagabtausch.

Thiem schaffte den Satzausgleich und ging auch im entscheidenden Satz mit einem Break in Führung. Doch Zverev zeigte wie so oft ein großes Kämpferherz und nahm Thiem postwendend ebenfalls den Aufschlag ab. Lautstark pushte sich Zverev nach vorne und ging wieder in Führung. Zum 5:3 schaffte er das Break, kassierte aber sofort wieder das Re-Break zum 5:4. Es war nun ein endlich ein hochklassiges Match, das im Tiebreak ein an Spannung nicht zu überbietendes Ende fand - mit dem Finale furioso für den von Krämpfen geplagten Thiem.

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