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Sporthallen sind aufgrund der Corona-Beschränkungen meist leer. Fans fiebern dennoch mit ihren Mannschaften mit, so auch im kommenden Handball-Derby in Würzburg. Die Fans erwarten ein enges Spiel zwischen den Rimparer Wölfen und Großwallstadt.

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Unterfränkisches Derby in der 2. Handball-Bundesliga

Am Freitagabend ist Derbytime in der s.Oliver-Arena in Würzburg. Um 20 Uhr empfängt die DJK Rimparer Wölfe den TV Großwallstadt – eine traditionsreiche Partie. Zuschauer werden nicht anwesend sein.

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Von
  • Florian Schwegler

Wenn am Freitagabend der Tabellenvierzehnte, die DJK Rimpar, den Tabellenachten, den TV Großwallstadt (TVG), empfängt, liegt Tradition in der Luft der Würzburger s.Oliver-Arena. Denn Handball ist in Unterfranken tief verwurzelt.

Der TVG ist wieder da

Der TVG ist seit Kurzem und nach jahrelanger sportlicher Abstinenz wieder oben mit dabei. Tradition hat der Verein reichlich: Seit seiner Gründung haben die Großwallstädter unzählige Wettbewerbe und nationale wie internationale Trophäen gewinnen können. Die letzten großen Erfolge liegen jedoch über 20 Jahre zurück. "Die Jahre bis zum Wiederaufstieg waren hart für den Verein", sagt Trainer Ralf Bader. Man merke, dass der Verein die 2. Bundesliga brauche. Anfang der Saison wurden die Tradition und der Zusammenhalt im Verein durch einen neuen Markenauftritt bestärkt.

Unruhe bei den Rimparer Wölfen

Von einem Zusammenhalt wie in Großwallstadt kann man in Rimpar nicht sprechen. Der familiär anmutende Verein und die Profimannschaft entfremden sich immer mehr voneinander, Trainer Ceven Clatt verlässt die Wölfe im Sommer. Seit der Bekanntgabe des Wechsels wurden fast alle Spiele verloren. In den letzten fünf Partien gab es lediglich einen Sieg. Gerade in solch einer Phase wäre ein Derbysieg für die Mannschaft enorm wichtig.

Rimpar gewinnt Hinspiel

Im Hinspiel dieser Saison war es eine einseitige Partie: Die Rimparer Wölfe spielten sich mit einer starken Leistung zum 32:25-Sieg gegen schwache Großwallstädter. Deshalb ist das Rückspiel für die Großwallstädter von noch größerer Bedeutung, denn ein Sieg im Derby ist auch ein Sieg für die Region.

Beide Trainer erwarten ein enges Spiel

Ceven Clatt, Trainer der Rimparer Wölfe, ist sich über die Qualitäten des Gegners bewusst: Großwallstadt sei im Moment sehr gut drauf und würde guten Handball spielen. Er erwartet eine enge Partie. Ebenso Ralf Bader, Trainer des TVG. Für ihn spielt es auch eine Rolle, dass sich viele Spieler untereinander kennen: "Jeder möchte dem anderen zeigen, dass er beim besseren Verein spielt und der bessere Spieler ist. Ich hoffe, dass uns das nicht zum Nachteil wird. Denn im Hinspiel hatte ich dieses Gefühl."

Unterfränkisches Derby ohne Fans

Das Hinspiel in Großwallstadt hat sogar noch vor Zuschauerinnen und Zuschauern stattgefunden. Das Rückspiel hingegen ist – wie im Moment alle Spiele der 2. Handballbundesliga – ohne Fans angesetzt. Dennoch gäbe es einen Heimvorteil, meint Roland Sauer, Geschäftsführer der Rimparer Wölfe. Denn die Helferinnen und Helfer dürften mit einigen wenigen Trommeln Stimmung machen.

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