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Unglaubliche Wendung: Pogacar vor Tour-Gesamtsieg | BR24

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In einem Showdown für die Geschichtsbücher hat Tadej Pogacar seinem Landsmann Primoz Roglic den sicher geglaubten Tour-de-France-Sieg abgejagt. Als Gewinner des Bergzeitfahrens eroberte er das Gelbe Trikot und muss nun nur noch das Ziel erreichen.

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Unglaubliche Wendung: Pogacar vor Tour-Gesamtsieg

In einem Showdown für die Geschichtsbücher hat Tadej Pogacar seinem Landsmann Primoz Roglic den sicher geglaubten Tour-de-France-Sieg abgejagt. Als Gewinner des Bergzeitfahrens eroberte er das Gelbe Trikot und muss nun nur noch das Ziel erreichen.

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Nach der 20. und vorletzten Etappe von Lure zur La Planche des Belles Filles steht der Slowene Tadej Pogacar unmittelbar vor dem Gesamtsieg bei der 107. Tour de France. Zwei Tage vor seinem 22. Geburtstag entriss der Radprofi vom UAE Team Emirates seinem Landsmann Primoz Roglic am Samstag die Gesamtführung und muss am Sonntag nur noch das Ziel in Paris erreichen. Attacken wird es auf der "Tour d'Honneur" traditionell nicht mehr geben. Roglic war mit 57 Sekunden Vorsprung auf Pogacar gestartet, am Ende erreichte er das Ziel mit 1:56 Minuten Rückstand als Fünfter. Zweiter beim Kampf gegen die Uhr wurde der Niederländer Tom Dumoulin (Jumbo-Visma/57:16) vor dem Australier Richie Porte (Trek-Segafredo/+ 0,58 Sekunden). Als bester Deutscher erreichte der Berliner Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe/59:54) das Ziel auf dem 17. Platz.

Sensationelle Aufholjagd

Roglic in Gelb begann auf dem unheimlich selektiven Kurs zurückhaltend und lag bei der ersten Zwischenzeit nur auf Platz fünf mit 13 Sekunden Rückstand auf Pogacar. Bis zum Anstieg der Schlusssteigung verlor Roglic weitere Sekunden, bis beide am Fuß der Steigung ihr Rad wechselten. Bei der Vier-Kilometer-Marke war Roglics Vorsprung aufgebraucht, der entfesselte Pogacar gab weiter Gas.

Rekordverdächtiger Triumph

Als erster slowenischer Sieger und jüngster Champion der Frankreich-Rundfahrt seit 116 Jahren könnte Tour-Debütant Pogacar in die Historie eingehen. Jünger war in der Geschichte der Grande Boucle nur ein Sieger: Im Jahr 1904 triumphierte der 19-jährige Henri Cornet. "Ich kann es nicht glauben. Ich habe nichts mehr mitbekommen, so laut waren die Fans", sagte der 21-Jährige. "Ich habe einfach Vollgas von Anfang bis Ende gegeben. Mein Traum war eigentlich, mitzufahren, jetzt stehe ich hier. Unglaublich. Ich weiß nicht, wann ich das kapieren werde".