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Umstrittene Klub-WM: Was will der FC Bayern? | BR24

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Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß

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    Umstrittene Klub-WM: Was will der FC Bayern?

    Gegen den heftigen Widerstand aus Europa hat das Council des Fußball-Weltverbands FIFA die Reform der Klub-WM beschlossen. Der neue Modus mit 24 Mannschaften kommt. Gut oder schlecht? Darüber ist man sich nicht mal beim FC Bayern einig.

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    Die Journaille staunt, DFB-Präsident Reinhard Grindel wundert sich - beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München herrscht offenbar Uneinigkeit darüber, ob man die Pläne begrüßen oder verdammen soll. Während sich Bayern-Vertreter Michael Gerlinger bei der Europäischen Fußball Union (UEFA) noch am Donnerstag (14.03.2019) gegen eine vorschnelle Einführung der Klub-WM stark gemacht hatte, klang das hinterher ganz anders.

    Sowohl Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als auch Präsident Uli Hoeneß klangen nun so, als sei der neue Wettbewerb eine gute Sache. Hoeneß sagte: "Die Klub-Weltmeisterschaft finde ich super, weil der Confed-Cup ist für die Katz, und deswegen wäre eine Klub-WM mit tollen Mannschaften alle vier Jahre statt dem Confed-Cup wunderbar."

    Prestigeträchtig und lukrativ

    Das neue Turnier mit 24 statt sieben Mannschaften wird im Sommer 2021 zunächst als "Pilotprojekt" ausgetragen. Der Confed Cup wird dafür gestrichen. Die UEFA, die sich vehement gewehrt hatte, wird acht Spitzenklubs entsenden, die an dem Wettbewerb sicherlich auch gut verdienen dürften. Aus Deutschland dürfte der FC Bayern die besten Chancen auf eine Einladung haben.

    FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte den Beschluss als "Meilenstein in der Geschichte des Fußballs und der FIFA" gelobt. Es sei Aufgabe und Pflicht der FIFA, den Klubfußball weltweit zu stärken. "Wir wollen einen interessanten und prestigeträchtigen Wettbewerb sehen", sagte er.

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    FIFA-Präsident Gianni Infantino

    Rummenigge: "Ich verstehe die FIFA"

    Selbst die Boykottdrohung der Spitzenklubs blieb wirkungslos. Als Argumente wurden unter anderem die Aufblähung des Wettbewerbskalenders für die Spitzenklubs angeführt. Nachdem auch die Fußball-Weltmeisterschaft ab 2022 von 36 auf 48 Teams aufgestockt werden soll, verschärft sich diese Problematik noch einmal. Für den langjährigen ECA-Chef Rummenigge nun aber offenbar kein Problem mehr: "Ich verstehe die FIFA, dass dieser Wettbewerb jetzt reformiert werden soll. Die bisherige Klub-WM jedes Jahr im Dezember ist ein Nonsens-Wettbewerb."

    Kritik äußerte er nur an der Art, wie Infantino das kommuniziert habe: "Ich denke, Gianni Infantino hat verpasst, sich im Vorfeld der Entscheidung auch mit der ECA und insbesondere Andrea Agnelli als Vorsitzenden der ECA abzustimmen. Das führt dann schon mal zu einer Abwehrhaltung in der Öffentlichkeit."