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Trotz der Bestätigung von München als Spielort der Fußball-EM sind Zuschauer in der Arena keinesfalls garantiert. Das betonte Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Deutsche Polizeigewerkschaft ist sogar richtig sauer über die Forderungen der UEFA.

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UEFA-Entscheidung: München bleibt EM-Gastgeber

Die Entscheidung ist gefallen: München bleibt einer von jetzt nur noch zehn EM-Spielorten. Das beschloss das UEFA-Exekutivkomitee. Der DFB und die Landeshauptstadt bekamen die Zusage für alle geplanten vier Spiele.

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  • BR24 Sport

Die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) werden damit ebenso in der Fröttmaninger Arena stattfinden wie das Viertelfinale am 2. Juli. Das K.o.-Spiel hatte bis zuletzt auf der Kippe gestanden, da sich die UEFA an einem anderen Spielort mehr Zuschauer erhofft hatte.

Wie viele Zuschauer für die Münchner Partien trotz der Corona-Pandemie zugelassen werden, ist ebenfalls noch nicht sicher. Die UEFA hatte zuvor vorgegeben, dass es trotz der Corona-Pandemie keine Geisterspiele bei dem EM-Turnier geben soll und sogar entsprechende Garantien verlangt.

"Ich freue mich, dass wir die UEFA davon überzeugen konnten, dass München auch ohne Zuschauer-Garantie ein attraktiver Spielort ist. München wird mit einem angemessenen Szenario die vier EM-Spiele in der Landeshauptstadt umsetzen." Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter
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München bleibt Spielort der Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli. Die Landeshauptstadt und der DFB bekamen von der UEFA die Zusage für die geplanten vier Spiele. Ob auch Zuschauer zugelassen werden, ist allerdings nach wie vor offen.

Drei Szenarien mit Zuschauern

Die vom EURO-Organisationsteam der Landeshauptstadt München entworfenen Szenarien bieten alle Optionen, um auf die Infektionslage zum Zeitpunkt des Turniers angemessen vorbereitet zu sein:

  • Lead-Szenario (14.500 Zuschauer, 21,6% der Gesamtkapazität)
  • Upscale Szenario (27.000 Zuschauer, 40,2% der Gesamtkapazität)
  • Backup-Szenario (0 bis 7.000 Personen, ca.10% der Gesamtkapazität)

Welches Szenario umgesetzt werden kann, wird die zum Turnierzeitraum gültige Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgeben, teilte die Stadt mit.

"Oberste Priorität genießt dabei natürlich weiterhin die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung in der Corona-Pandemie. Dennoch ist die heutige Entscheidung eine Bestätigung unseres Standpunkts und der bisherigen Arbeit aller Beteiligten“, ergänzte Reiter.

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Für den BR-Sportreporter Bernd Schmelzer ist die Zuschauer-Garantie für die EM-Spiele in München ein "Miracle made by UEFA". Das erklärte er gegenüber BR24 im Facebook-Live. Hier zum Nachschauen.

Dublin und Bilbao nicht mehr dabei

München kommt damit mit einem blauen Auge davon. In Dublin und Bilbao werden dagegen gar keine EM-Spiele stattfinden, wie UEFA-Exekutivmitglied Zbigniew Boniek vorab bei Twitter mitteilte. Die Spiele würden nach Sevilla und St. Petersburg verlegt. In Bilbao hatten die örtlichen Organisatoren schon am Mittwochabend verkündet, die UEFA habe ihnen die dort geplanten Spiele entzogen. Die Teams aus Polen, Schweden und der Slowakei müssen somit in der Gruppenphase zwischen Russland und Spanien pendeln.

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