Überwältigende Unterstützung für Mike Glemser
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Überwältigende Unterstützung für Mike Glemser

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Überwältigende Unterstützung für verunglückten Mike Glemser

Anfang Februar erlitt der Rosenheimer Eishockeyspieler Mike Glemser auf dem Eis einen folgenschweren Unfall. Spenden sollen der Familie helfen, die finanzielle Herausforderung zu meistern. Das neue Etappenziel von 500.000 Euro ist nun fast erreicht.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Beim Eishockeyderby zwischen den Starbulls Rosenheim und dem SC Riessersee wurde Rosenheims Mike Glemser am 3. Februar in die Bande gecheckt und blieb schwerverletzt liegen. Die Ausmaße des Unfalls wurden erst vier Wochen nach dem Unfall bekannt: "Mike ist vom Hals ab nach unten gelähmt, er hängt an einer Lungenmaschine, selbstständige Atmung ist nicht möglich. Im oberen Bereich geht nur der Bizeps, Stand jetzt, heißt: keine Hände, kein Handgelenk, im Beinbereich geht gar nichts, das ist alles komplett lahmgelegt", bestätigte Vater Kenneth Glemser zuletzt am BR24Sport-Mikrofon.

Emotionale und finanzielle Herausforderungen

Neben der emotionalen kommt jetzt vor allem auch die große finanziellen Herausforderung auf die Familie zu. Um die bestmögliche Therapie zu ermöglichen, wurde gemeinsam mit dem Verein eine Spendenaktion gestartet.

Die Unterstützung für den Rosenheimer Stürmer ist groß. Die ganze Eishockeyfamilie hält unter dem Slogan "in den Farben getrennt - in der Sache vereint“ zusammen. So wurde schon kurz nach dem Start das Mindest-Spendenziel von 250.000 Euro erreicht: "Innerhalb von nur einem Tag kam eine mediale Reichweite zusammen, mit der wir niemals gerechnet hätten. Die Unterstützungsbekundungen aus ganz Deutschland aber auch aus dem Ausland rühren uns zu Tränen", bedankt sich die Familie in einem Statement.

"Es ist unglaublich, was ihr schon erreicht habt, mit den Spenden. Macht weiter! Wir drücken ganz fest die Daumen." NHL-Profi Moritz Seider

Das neue Etappenziel liegt nun bei 500.000 Euro, von dem mittlerweile auch schon über 463.000 Euro zusammengekommen sind.

Langfristige Ziele für das Leben danach

Vorerst wird Glemser in Murnau bleiben, von der Intensivstation ist er auf die sogenannte Beatmungsstation verlegt worden. Eines der Hauptziele ist es, seine Beweglichkeit soweit wieder herzustellen, dass er zumindest irgendwann in der Lage ist, den Rollstuhl eigenhändig zu bewegen. Die Mobilisierung der Arme und der Handgelenke sei deshalb ein Schwerpunkt der Reha, sagte Andreas Huber, Pressechef des Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim in der vergangenen Woche.