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Überraschung bleibt aus: Eltmann Volleys unterliegen Haching | BR24

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Der Tabellenzweite siegt beim Tabellenletzten: In der Volleyball-Bundesliga gewannen die Alpenvolleys Unterhaching 3:1 bei den Volleys Eltmann.

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Überraschung bleibt aus: Eltmann Volleys unterliegen Haching

"Es war wohl nix" mit der Überraschung für die Eltmanner Volleyballer: In der Bundesliga haben sie gegen den Tabellenzweiten Alpen Volleys Haching mit 1:3 verloren. Es war das dritte Heimspiel der Mannschaft nach der Rückkehr in die heimische Halle.

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Im dritten Heimspiel nach der Rückkehr in die heimische Georg-Schäfer-Sporthalle in Eltmann (Lkr. Haßberge) mussten die Heitec Volleys Eltmann erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. Zwar lieferten die Unterfranken den Alpen Volleys Haching einen großen Kampf, am Ende siegte der Tabellenzweite beim Tabellenletzten aber mit 3:1 (25:19, 25:23, 23:25, 25:19).

Dabei mussten die Eltmanner auf ihren verletzten Zuspieler Merten Krüger verzichten. Deshalb musste der 20-jährige Pole Rafal Prokopczuk auf der Spielmacherposition ran.

Haching gewinnt auch den zweiten Satz

Nach einem relativ deutlichen ersten Satz zugunsten der Hachinger (25:19) machte Eltmann den Gästen im zweiten Durchgang das Leben richtig schwer. Kaum war der Favorit aus Oberbayern ein paar Zähler davon gezogen, kamen die Gastgeber wieder zurück. Mit großer Mühe konnten die Gäste auch den zweiten Satz hauchdünn mit 25:23 für sich entscheiden.

Überraschung: Eltmann entscheidet dritten Satz für sich

Hoffnung kam auf, als Eltmann den dritten Satz gewinnen konnte – ein Achtungserfolg für den Aufsteiger. Beim 25:23 sahen die Hachinger nach einem 21:16- und 23:20-Vorsprung bereits wie der sichere Sieger aus. Doch dann sorgten knallharte Hochrisiko-Aufschläge von Irfan Hamzagic und erfolgreiche Blocks des 2,08-Meter-Mittelblockers Luuc van der Ent für die Wende.

Haching: "Verdient gewonnen"

Im vierten Satz konnten die Hausherren vor 305 zahlenden Zuschauern einen halben Durchgang lang mithalten, ehe sich die Hachinger doch mit 25:19 durchsetzten. "Wir haben verdient gewonnen", sagte Alpen Volleys-Libero Florian Ringseis. Auf die Frage ob der Tabellenzweite in dieser Saison der Jäger Nummer eins von Meister Recycling Volleys Berlin sei und selbst nach dem Titel schiele, antwortete Ringseis dem Bayerischen Rundfunk: "Das ist unser Ziel."

Eltmann-Coach trotzdem "zufrieden"

Eltmanns Coach Marco Donat war mit dem Spiel seiner Heitec Volleys trotz der Niederlage "zufrieden". Seine Mannschaft habe nicht wie ein Tabellenletzter gespielt. Auf die Frage, was in dieser Spielzeit noch drin ist, sagte er: "Wir schauen von Spiel zu Spiel." Alles in allem habe die schwere finanzielle Situation die Mannschaft zusammengeschweißt. "Wir sind hier wie eine Familie, die noch enger zusammengerückt ist", so Donat.

Spielbetrieb der Eltmann Volleys trotz Insolvenz

Die Eltmann Volleyball GmbH hatte an Weihnachten Insolvenz anmelden müssen. Inzwischen ist klar, dass die Mannschaft die Saison zu Ende spielen kann. Sowohl der Insolvenzverwalter, als auch zuletzt die Liga hatten dem zugestimmt. "Das war eine große Erleichterung", gab Manohar Faupel, der neue Vorstandsvorsitzende der GmbH zu. Nun gelte es, einen seriösen Haushalt für die kommende Saison aufzustellen.

Ziel: Weiter Volleyball-Bundesliga spielen

"Das Ziel ist natürlich, weiterhin Bundesliga zu spielen. Aber wir werden uns nur für die Bundesliga bewerben, wenn wir genügend Geld verbindlich durch schriftliche Sponsorenverträge zusammen bekommen haben", betonte Faupel. Ob das gelingt, ist derzeit offen. "Sonst reicht es halt vielleicht nur für die zweite Bundesliga." Eines ist jedenfalls klar: Der Spielort in der kommenden Saison wird wohl wieder die Georg-Schäfer-Sporthalle in Eltmann sein. "Sollten wir in die Play-Offs kommen, können wir immer noch nach Bamberg in die Brose Arena umziehen", sagte Faupel.