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David Raum von der SpVgg Greuther Fürth

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    U21-Talente: Vier junge Bayern für Hansi Flick

    Der EM-Titel der U21-Fußball-Nationalmannschaft hat gezeigt, wie viel Potenzial im deutschen Nachwuchs steckt. Auch vier bayerische Youngster können auf eine Zukunft in der A-Mannschaft des designierten Bundestrainers Hansi Flick hoffen.

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    Von
    • BR24 Sport
    • Julian Ignatowitsch

    Der deutsche Star der Europameisterschaft heißt Lukas Nmecha, der den entscheidenden Treffer im EM-Finale beim 1:0 gegen Portugal erzielte und EM-Torschützenkönig wurde. Er steht beim Spitzenklub Manchester City von Pep Guardiola unter Vertrag und sagte kürzlich: "Hoffentlich treffen ein paar von uns bei der A-Nationalmannschaft wieder aufeinander". Zu den Kandidaten gehören auch vier bayerische Spieler, die sich in der Elf von Stefan Kuntz für größere Aufgaben empfohlen haben. BR24 Sport stellt sie vor:

    David Raum (SpVgg Greuther Fürth)

    Der 23-Jährige David Raum spielt seiner Jugend im Dress der SpVgg Greuther Fürth - und das als gebürtiger Nürnberger. Mit Fürth ist er in der abgelaufenen Saison aufgestiegen, mit der U21 Europameister geworden: "Flankengott" Raum schloss die Saison mit 15 Torvorlagen ab, absolvierte alle 34 Liga-Spiele und lieferte auch im Nationalteam eine punktgenau Hereingabe nach der anderen.

    Eine Entwicklung, die selbst U21-Coach Stefan Kuntz überraschte: "Ich habe ihn ganz am Anfang bei einem Spiel in Würzburg beobachtet. Da hat er sein schlechtestes Saisonspiel gemacht. Danach habe ich zu meinen Trainerkollegen gesagt: 'Ich weiß nicht, was ich aus dem machen soll'. Und dann hat er so eine Entwicklung genommen", sagte Kuntz. Kommende Saison wird Raum im Oberhaus Assists sammeln - und vielleicht auch bald im DFB-Trikot. Denn als Linksverteidiger spielt er auf einer Position, die in der A-Nationalmannschaft seit Jahren unterbesetzt ist und auf der ein junger Leistungsträger gerade richtig käme.

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    David Raum von der SpVgg Greuther Fürth

    Niklas Dorsch (KAA Gent)

    Der Oberfranke Niklas Dorsch ist in Lichtenfels geboren, spielte in der Jugend erst für den 1. FC Nürnberg und dann für den FC Bayern München. Nach zwei Jahren in Heidenheim wechselte er nach Belgien zum RSC Anderlecht, wo er direkt zum Stammspieler avancierte und nun sogar beim französischen Meister LOSC Lille auf dem Wunschzettel steht. "Dorschi" reiste zur U21-EM, ohne zu wissen, ob er überhaupt spielt - denn im Viertelfinale war er noch gesperrt.

    Seine Energieleistung im Finale erinnerte an Bastian Schweinsteiger im WM-Endspiel 2014. Der 23-Jährige rannte bis zum Umfallen, grätschte und tat sich als "aggresiver Leader" hervor. Anschließend dankte er seiner Großmutter. "Die hat mir die schönste Nachricht seit Langem geschickt. Oma, ich liebe dich", sagte Dorsch in die TV-Kameras. Wohl wahr: Die Oma hatte ihrem Enkel für den Fall des Titelgewinns "Sauerbraten und eine Haxe" versprochen.

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    Der Oberfranke Niklas Dorsch von KAA Gent

    Mërgim Berisha (RB Salzburg)

    Mërgim Berisha stammt aus Berchtesgaden, wurde fußballerisch aber früh in Salzburg ausgebildet. Der 23-Jährige ist schon jetzt einer der Leistungsträger beim Champions-League-Teilnehmer RB Salzburg und erzielte in der vergangenen Saison 14 Treffer plus zehn Torvorlagen in 28 Spielen. Er ist in Salzburg quasi der Nachfolger von Erling Haaland und wird bereits auf einen Marktwert von zehn Millionen Euro geschätzt.

    Auch wenn er in der U21-Nationalmannschaft erst ein Mal traf, ist er mittelfristig ein heißer Kandidat für die vakante Position des Stoßstürmers im Nationalteam. Mit 1,88 Metern Körpergröße ist Berisha ein robuster Stürmer, der der A-Nationalmannschaft fehlt. Berisha ist ein Arbeiter. Sein Motto: "Heute kommt man mit Talent allein nicht mehr weit." Deswegen arbeitet er auch mit einem Privattrainer zusammen und schiebt Extraschichten.

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    Der Berchtesgardener Mërgim Berisha von RB Salzburg

    Karim Adeyemi (RB Salzburg)

    Der erst 19-jährige Karim Adeyemi ist die Überraschung der U21-EM und einer der schnellsten Spieler Europas. Der gebürtige Münchner wurde bei der SpVgg Unterhaching zum Top-Talent ausgebildet und wechselte bereits 2018 für gut drei Millionen Euro nach Salzburg. Damit rettete er die Hachinger zwischenzeitlich quasi vor dem Bankrott und bescherte Salzburg viel Spielfreude.

    In der zurückliegenden Saison verbuchte er in 29 Spielen sieben Tore und neun Assists. Adeyemi ist eigentlich Angreifer, half im deutschen U21-Team zwischenzeitlich aber auch als Außenverteidiger aus. Wegen seiner enormen Schnelligkeit kein Problem. Für zwei Jahre spielte Adeyemi auch in der Jugend des FC Bayern - es gibt schon Spekulationen, dass er bald dorthin zurück kehren könnte.

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    Der Münchner Karim Adeyemi von RB Salzburg

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