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Turnen: Dauser und Toba vor Olympia-Qualifikation | BR24

© picture-alliance/dpa

Lukas Dauser am Barren

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    Turnen: Dauser und Toba vor Olympia-Qualifikation

    Die deutschen Turner durchleben bei der WM in Stuttgart ein Wechselbad der Gefühle. Zumindest die Topstars Lukas Dauser und Andreas Toba dürfen auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio hoffen.

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    Mit dem fünften Platz am ersten Tag der Team-Qualifikation bei der Heim-WM in Stuttgart war Cheftrainer Andreas Hirsch nicht ganz zufrieden. "Wir hatten einige Fehler, die vermeidbar waren. Aber die Mannschaft hat große Moral gezeigt", sagte Hirsch. "Jetzt müssen wir abwarten, ob es am Ende reicht."

    Um das Ticket für Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu lösen, muss das Quintett mit Andreas Toba, dem Unterhachinger Lukas Dauser, Karim Rida, Nick Klessing und Philipp Herder am Ende des zweiten Qualifikationstages unter den besten zwölf Mannschaften sein.

    Olympiateilnahme? Die Rechnung könnte aufgehen

    Unabhängig von der Team-Qualifikation dürften Toba und Dauser ihr großes Ziel Olympia erreichen. Selbst wenn das DTB-Quintett das Olympiaticket verpassen würde, wäre Toba aufgrund seiner starken Einzel-Leistung im Mehrkampf (82,781 Punkte), Dauser aller Voraussicht nach wegen seiner Top-Vorstellung am Barren (15,033) in Tokio dabei.

    Das geht aus dem Reglement und den Qualifikationskriterien des Internationalen Turnerbundes FIG hervor. Diese besagen, dass die besten zwölf Mehrkämpfer der Qualifikation - so sie nicht den zwölf für Olympia qualifizierten Teams angehören - bei der WM in Stuttgart das individuelle Olympia-Startrecht erwerben. Allerdings nur jeweils ein Turner pro Nation. Das träfe auf Toba auf jeden Fall zu, weil sich fast alle vor ihm liegenden Turner mit ihren Mannschaften qualifizieren.

    Darüber hinaus dürfen die drei besten Turner jedes Gerätefinals nach Tokio reisen. Mit der Einschränkung, dass nur maximal drei Turner einer Nation für die jeweiligen Geräte zugelassen sind und auch hier die mit dem Team qualifizierten Turner aus der Wertung herausfallen. Von dieser Regelung würde der 26 Jahre alte Dauser profitieren, falls an seinem Paradegerät Barren im Finale nicht drei Konkurrenten vor ihm liegen, die nicht mit ihrem Team bei Olympia sind.