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Türkgücü München: "Die letzten Wochen waren krass" | BR24

© BR24 Sport/Kilian Medele

Die letzten Wochen waren sehr turbulent für Türkgücü München. Erst kündigte Hasan Kivran an, auszusteigen, dann erklärte sich der Investor bereit doch zu bleiben. Auch rund um das geplante Nachwuchsleistungszentrum herrscht Irritation.

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Türkgücü München: "Die letzten Wochen waren krass"

Die letzten Wochen waren sehr turbulent für Türkgücü München. Erst kündigte Hasan Kivran an, auszusteigen, dann erklärte sich der Investor bereit doch zu bleiben. Auch rund um das geplante Nachwuchsleistungszentrum herrscht Irritation.

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Von
  • Kilian Medele

Von Türkgücü-Investor Hasan Kivran hätte man gerne selbst erfahren, warum er jetzt doch weiter den Verein unterstützt. Aber auch seine Erklärungen in einer Videoschalte gegenüber den Fans wurden den Medien vorenthalten. Also geht die Frage an Geschäftsführer Max Kothny: War der Kivran-Rückzug ein großer Bluff, um durch angedrohte betriebsbedingte Kündigungen möglichst viele Spieler aus der zweiten Reihe von der Gehaltsliste zu bekommen? "Wenn es ein Bluff gewesen wäre, hätte ich nicht so Augenringe, wie ich sie aktuell habe. Die letzten Wochen waren schon für jeden hier im Verein krass", antwortet Kothny.

Klarstellung in Sachen Nachwuchsleistungszentrum

Ansonsten ist vieles wie gehabt, der Türkgücü-Ton ist gerne etwas schärfer, auch in der Diskussion mit der Stadt München um ein Nachwuchsleistungszentrum. Man habe Aussicht darauf, sagt der Verein, es gebe keine Zusage, meint die Stadt: "Wobei ich gar nicht verstehe, was da aktuell zu unseren Nachrichten von allen Seiten hinzugedichtet wird. Es hieß nie, dass wir eine Zusage von der Stadt gekriegt haben. Das ist nie geschehen", stellt Kothny klar. Die Stadt dürfte sich sowieso sehr genau fragen, ob ein Profi-Verein gefördert werden soll, dessen Wohl und Wehe von einem wankelmütigen Investor abhängt.

Uneinigkeit bei Transfers

Sportlich wirkt das Team von Trainer Alexander Schmidt von alldem komplett unbeeindruckt, wie der Sieg gegen Spitzenreiter Dresden gezeigt hat: "Das ist bei uns alles längst abgehakt. Fußballer gehen raus auf den Platz und schalten ab. Sportler sind einfach so", sagt Schmidt.

Der Aufstieg ist damit wieder in Reichweite, welche Wintertransfers dabei helfen könnten, da sind sich Geschäftsführer und Trainer nicht wirklich einig. Für Kothny kann "es am Ende schon noch auf die Breite ankommen". Trainer Schmidt legt sein Hauptaugenmerk bei Spielerverpflichtungen dagegen auf etwas anderes: "Mir ist einfach wichtig, wenn wir wirklich was machen sollten, dass der Spieler unter den ersten Elf ist, dass er eine absolute Verstärkung ist. Weil in der Breite brauchen wir jetzt nicht mehr nachlegen."